Mit 17 Oscar-Auszeichnungen und einem Einspielergebnis von insgesamt fast 2,6 Milliarden Euro weltweit ist Der Herr der Ringe bis heute ein Gigant der Filmwelt. Die Trilogie um Frodo, Pippin, Gandalf und Co. begeisterte von 2001 bis 2003 unzählige Fans in den Kinos, soll bald als Serie umgesetzt werden und hat bis heute treue Anhänger. Ob die wohl auch die witzigsten, kuriosesten und aufregendsten Storys um die Hollywood-Reihe kennen? Promiflash stellt euch zehn verrückte Fakten um die "Herr der Ringe"-Streifen vor!

Die Beatles in Mittelerde?
Kein Scherz: In den 1960er Jahren schlug die legendäre Popband vor, den Roman mit sich selbst in den Hauptrollen zu verfilmen! Niemand Geringeres als Stanley Kubrick (✝70) sollte sich der Sache annehmen, wie "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson (57) vor einiger Zeit im Interview mit Deadline verraten hat: "Sie kamen auf ihn zu und er hat Nein gesagt. Ich habe mich darüber mit Paul McCartney (77) unterhalten, er hat's bestätigt." Dabei soll der Bassist mit der Rolle des Frodo geliebäugelt haben, John Lennon (✝40) wollte Gollum spielen, George Harrison (✝58) wäre Gandalf geworden und Ringo Starr (78) hätte den Part von Sam übernommen. Paul sei inzwischen froh, dass aus dem Projekt nie etwas geworden ist, weil die weltberühmte Filmreihe sonst womöglich nie so entstanden wäre.

Extra-Pfunde am Set
Trotz der teilweise sehr anstrengenden Dreharbeiten nahmen zwei Darsteller tatsächlich währenddessen zu: Ian McKellen (80) und Sean Astin (48)! Bei Ersterem lag das vor allem daran, dass er 2002 das Rauchen aufgegeben hatte – für den letzten Streifen der Reihe mussten die Hosen für Gandalf dann geweitet werden. Seans Gewichtszunahme steht dagegen im direkten Zusammenhang mit seiner Rolle als Sam. "Wenn man die Hobbitfüße erst einmal an hatte, wollte das Team nicht, dass du herumläufst und sie wieder kaputtmachst. Also musste man 15, 16 Stunden am Tag herumsitzen, die Füße schwellen an und alles, was man isst, geht auf die Hüften", erzählte er laut EW.

Der "Herr der Ringe"-Minister
Die Arbeiten am Film wurden von politischer Seite hochoffiziell betreut: Die neuseeländische Regierung ernannte Pete Hodgson zum verantwortlichen Minister. Der Inselstaat im Pazifik war sehr erfreut, dass die Trilogie auf seinem Gebiet verfilmt worden ist und mit Peter Jackson sogar ein Neuseeländer den Regiestuhl innehatte – und stellte der Produktion einen "Minister der Ringe" zur Seite, der sich unter anderem um den erwarteten Tourismus-Boom nach den Dreharbeiten gekümmert hat.

Das Freundschafts-Tattoo der Gefährten
Bereits 2001, als mit "Die Gefährten" der erste Teil die Leinwände eroberte, verriet Ian McKellen: Er und seine Kollegen tragen eine kleine Tätowierung als Erinnerung an die Dreharbeiten, die für den Auftaktfilm über ein Jahr lang in Neuseeland stattgefunden hatten. Nachdem der heute 80-Jährige zunächst ein Geheimnis um den Körperschmuck gemacht hatte, ist inzwischen bekannt: Es ist die Ziffer Neun in elbischer Schrift, die McKellen, Orlando Bloom (42), Sean Astin, Billy Boyd (50), Viggo Mortensen (60), Dominic Monaghan (42), Elijah Wood (38), Sean Bean (60) und Brett Beattie (der Stuntman von John Rhys-Davies) auf ihrer Haut tragen. Das Motiv ist ein Symbol ihrer Freundschaft und steht außerdem für die neun Gefährten, die die Darsteller verkörpert haben. Regisseur Jackson trägt als Nicht-Gefährte, aber immens wichtiger Teil der Filmreihe ein ähnliches Tattoo: die Zahl Zehn in elbischen Zeichen.

Ein Bond als Gandalf?
Anstelle von Sir McKellen hätte Sean Connery (88) die Rolle des weisen Zauberers übernehmen können, lehnte das Angebot jedoch ab. Damit entgingen dem James Bond-Darsteller rund sechs Millionen US-Dollar Gage pro Film. Und damit nicht genug: Dem Schauspieler sei sogar eine Beteiligung an den Einnahmen der Streifen angeboten worden, berichtet NME. Den Part hatte der Schotte angeblich wegen der langen Dreharbeiten abgelehnt – und weil er die Rolle nicht verstanden habe.

Frodos Pups-Panne
In der Show Talking with Chris Hardwick plauderte Hauptdarsteller Elijah eine witzige Anekdote aus. Während der ersten Drehtage filmten er und drei andere Hobbit-Darsteller eine Szene, in der sie einen Hügel herunterrollen und sich dann hinter Bäumen verstecken. Dabei passierte Frodo ein Missgeschick: "In dem fertigen Take oder in der Probe gab's einen Furz! Er war laut und alle haben gelacht. Den hat man in der ganzen Gegend gehört", erzählte der heute 38-Jährige amüsiert. Wer die Szene nun noch einmal anschauen will: Auf Sat.1 läuft "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" heute ab 20:15 Uhr.

Voller Körpereinsatz für Legolas, Aragorn und Gimli
In einer Szene jagen der Elb, der Waldläufer und der Zwerg eine Gruppe Orks – und das hat Spuren hinterlassen! Orlando brach sich einige Rippen, Viggo einen Zeh und das Gimli-Stuntdouble für John Rhys-Davies, verletzte sich am Knie. Bis zum "Cut"-Ruf des Regisseurs biss das Trio die Zähne aber noch zusammen. Was für ein Heldenmut!

Pechvogel Viggo Mortensen
Für den dänisch-amerikanischen Mimen kam es allerdings noch dicker, denn er brach sich während der Zeit in Neuseeland nicht nur einen Zeh: Wie Billy Boyd auch, verletzte er sich beim Surfen und trug ein blaues Auge davon. Einen Monat lang wurde er wegen der Schwellung nur von einer bestimmten Seite aus gefilmt, zu sehen in den Minen von Moria. Zudem schlug sich der Draufgänger bei einer Szene für "Die zwei Türme" ein Stück Zahn aus, fragte am Set nach Kleber, um den Take noch fertigzumachen – und bekam vom Regisseur die Ansage, schleunigst einen Zahnarzt aufzusuchen!

Saruman traf Tolkien
Saruman-Schauspieler Christopher Lee (✝93) ist der einzige der "Herr der Ringe"-Stars, der J. R. R. Tolkien noch persönlich kennengelernt hat. Der Schöpfer der Romanvorlage starb bereits 1973 – acht Jahre, bevor Protagonist Elijah überhaupt geboren wurde!

Gollum-Ersatz aus der Produktion
Andy Serkis' Darstellung des fast zahnlosen Gollum ist legendär, doch tatsächlich spielte er den Hobbit auf Abwegen nicht durchgehend selbst! Für eine Szene im zweiten Teil musste Co-Produzent Rick Porras einspringen. Im Abschlussfilm "Die Rückkehr des Königs" war der US-Amerikaner dann noch einmal in einer Nebenrolle zu sehen, während Andy wieder seine wohl berühmteste Rolle verkörperte – deren kriechender Gang ihm während der Dreharbeiten übrigens mächtig Rückenschmerzen bescherte.

George Harrison, John Lennon, Paul McCartney und Ringo Starr, 1966Getty Images
George Harrison, John Lennon, Paul McCartney und Ringo Starr, 1966
Sean Astin, Elijah Wood, Billy Boyd, Ian McKellen, Dominic Monaghan, v.l.n.r.Instagram / dom_monaghan_
Sean Astin, Elijah Wood, Billy Boyd, Ian McKellen, Dominic Monaghan, v.l.n.r.
Pete Hodgson, neuseeländischer PolitikerGetty Images
Pete Hodgson, neuseeländischer Politiker
Der "Herr der Ringe"-Cast nach den Dreharbeiten, 2001Instagram / orlandobloom
Der "Herr der Ringe"-Cast nach den Dreharbeiten, 2001
Sir Ian McKellen im September 2015Getty Images
Sir Ian McKellen im September 2015
Sean Connery, Hollywood im Oktober 2008Getty Images / Kevin Winter
Sean Connery, Hollywood im Oktober 2008
Dominic Monaghan, Elijah Wood und Billy Boyd, v.l.n.r.Instagram / dom_monaghan_
Dominic Monaghan, Elijah Wood und Billy Boyd, v.l.n.r.
Orlando Bloom, John Rhys-Davies und Viggo Mortensen in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme"ActionPress/Wiese/face to face
Orlando Bloom, John Rhys-Davies und Viggo Mortensen in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme"
Viggo Mortensen als Aragorn in "Der Herr der Ringe"United Archives GmbH/ Action Press
Viggo Mortensen als Aragorn in "Der Herr der Ringe"
Christopher Lee als Saruman in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme"ActionPress/Moviestore Collection/face to face
Christopher Lee als Saruman in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme"
Andy Serkis, "Herr der Ringe"-SchauspielerActionPress/REX FEATURES LTD.
Andy Serkis, "Herr der Ringe"-Schauspieler
Schaut ihr euch die "Herr der Ringe"-Filme heute noch an?1095 Stimmen
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Ja, das sind absolute Klassiker!
99
Nö, einmal sehen reicht mir.


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