Freddie Mercurys angebliche Tochter kritisiert Biopic scharf

Freddie Mercurys angebliche Tochter kritisiert Biopic scharf

- Anna Pejsek
Lesezeit: 2 min

Freddie Mercurys (†45) angebliche Tochter, die bislang nur als "B" bekannt ist, hat schwere Vorwürfe gegen das Biopic "Bohemian Rhapsody" erhoben. In einem Interview äußerte sie, dass der verstorbene Queen-Frontmann den Film abgelehnt hätte, weil er "voller Erfindungen" sei, berichtet The Sun. Besonders die Darstellung seines Charakters durch Rami Malek (44) kritisierte sie. "Er hat nie gelächelt oder glücklich gewirkt, ganz anders als mein Vater", sagte sie. Auch mit der Art, wie die Aids-Diagnose ihres Vaters im Film behandelt wurde, ist sie unzufrieden. Ihrer Ansicht nach seien die gezeigten zeitlichen Abfolgen fehlerhaft und das Bild, das gezeichnet wurde, weit von der Realität entfernt.

Die Behauptungen von "B", sie sei die heimliche Tochter von Freddie Mercury, wurden durch den Biografen Lesley-Ann Jones publik gemacht. In einem neuen Buch mit dem Titel "Love Of My Life" geht Jones darauf ein, dass Freddie in den 1970er-Jahren eine Tochter zeugte und diese bis zu seinem Tod 1991 regelmäßig kontaktierte. Laut eigener Aussage bewahrte "B" 17 von ihrem Vater hinterlassene Tagebücher auf, in denen viele persönliche Details enthalten sind. Sie erklärte, dass sie erst jetzt an die Öffentlichkeit ging, um die "falsche Darstellung" ihres Vaters im Film zu korrigieren. "Ich wollte meinen Vater nicht mit der ganzen Welt teilen", erklärte sie emotional und fügte hinzu, dass sie 30 Jahre gebraucht habe, um mit dem Verlust und der Darstellung ihres Vaters in der Öffentlichkeit zurechtzukommen.

Die Kritik an "Bohemian Rhapsody" ist nicht neu. Brian May (78), Gitarrist von Queen und Mitproduzent des Films, verteidigte ihn in der Vergangenheit. Er nannte die Darstellung von Freddie eine "gute, ehrliche Repräsentation" seiner Person. "Wir haben keinen Dokumentarfilm gemacht, sondern versucht, Freddies inneres Leben zu zeigen – seinen Antrieb, seine Leidenschaft, seine Ängste und Schwächen", erklärte Brian einst in einem Interview. Er betonte auch, dass Freddie den Film geliebt hätte, eine Einschätzung, die "B" klar widerlegt. Die Diskussion um das Biopic zeigt deutlich, wie vielschichtig die Erinnerungen an den Musiklegenden sind und wie sehr sie die Menschen bis heute beschäftigen.

Freddie Mercury in der Londoner Wembley Arena, 1984
Imago
Freddie Mercury in der Londoner Wembley Arena, 1984
Rami Malek, "James Bond"-Darsteller
Getty Images
Rami Malek, "James Bond"-Darsteller
Freddie Mercury und Brian May im Jahr 1984
Getty Images
Freddie Mercury und Brian May im Jahr 1984
Was haltet ihr von der Behauptung, dass Freddie eine bislang unbekannte Tochter hatte?