Irrtum: Diese Marvel-Figur starb bereits vor elf Jahren
Seit Jahren faszinieren gut 50 ineinandergreifende Filme und Serien, in denen Stars wie Ben Kingsley (82) mit ihrer Figur ein Comeback erleben dürfen, Marvel-Fans. Bei so vielen Geschichten wundert es nicht, dass sich das eine oder andere Missverständnis über Jahre hält. Kino.de will mit einigen der populärsten aufräumen: Groot ist 2014 in "Guardians of the Galaxy" tatsächlich gestorben – und der kleine Tänzer aus dem Abspann ist nicht etwa derselbe Held im neuen Körper. Das stellte Regisseur James Gunn (59) schon früher klar und bekräftigte sinngemäß: Baby-Groot ist eine andere Figur – sein Nachfahre, für Fans später als Baby-, Teen- und schließlich als ausgewachsener Groot in den weiteren Filmen zu sehen. Der Baumkrieger, ein wahrer Publikumsliebling, sei eben nicht einfach wiedergewachsen und weitergezogen.
Die Verwirrung entsteht dadurch, dass die Figur in den Fortsetzungen nahtlos präsent bleibt: erst Baby-Groot in "Guardians of the Galaxy Vol. 2", dann der bockige Teenager in "Avengers: Infinity War" und später ein ausgewachsener Kämpfer in "Guardians of the Galaxy Vol. 3". Viele Fans nahmen das als eine Art Reinkarnation wahr. James machte via X (ehemals Twitter) unmissverständlich klar: Der ursprüngliche Groot bleibt tot, auch wenn sein "Sohn" die Lücke füllt. Das reiht sich in eine längere Liste von Toden im MCU ein, die trotz Zeitreisen Bestand haben. In "Avengers: Endgame" öffnen alternative Zeitlinien zwar Türen für andere Versionen – doch das ändert nichts daran, was der Originalfigur widerfahren ist.
Besonders deutlich wird das an Fan-Lieblingen wie Loki, Gamora und Vision. Ihre Tode sind im MCU-Kanon passiert und prägen die Geschichten der Zurückgebliebenen. Dass die Zuschauerinnen und Zuschauer später beispielsweise andere Varianten von Loki und Gamora sehen, liegt an Sprüngen in alternative Realitäten, nicht an einer Rückgängigmachung ihres Schicksals. Dennoch bleibt der Abschied von einigen zentralen Figuren unausweichlich: Natasha Romanoff, Tony Stark, Yondu, Königin Ramonda und Odin zählen zu jenen prägenden Persönlichkeiten, deren Tod (bislang) endgültig war. Für die Figuren rund um Rocket, Star-Lord und Co. bedeutete Groots Opfer damals einen Einschnitt im Miteinander, aus dem Bindungen neu gewachsen sind. Und genau das, sagen die Macher, bleibt die Wahrheit hinter dem Mythos vom "unsterblichen" MCU.










