Kurz vor WWM-Abbruch: Diese Fragen empörten Günther Jauch

Kurz vor WWM-Abbruch: Diese Fragen empörten Günther Jauch

- Nele Zuber
Lesezeit: 3 min

Kurz vor dem großen Drei-Millionen-Special von Wer wird Millionär? hat Günther Jauch (69) im Studio einen Abend erlebt, der ihn an die Grenzen seiner Geduld brachte. Am Mittwochabend sorgte Kandidat Constantin Wurch für Aufsehen, als er bei einer 2000-Euro-Frage auf 500 Euro zurückfiel. In der Regel seien die 2000-Euro-Fragen gut lösbar, wie Watson berichtet, doch bei dieser Frage geriet Constantin ins Straucheln – und auch Günther gab offen zu, dass ihn diese Frage auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Nach Constantins überraschendem Absturz kam es bei der anschließenden Auswahlfrage für den nächsten Kandidaten zu einem weiteren Fiasko: Die Aufgabenstellung war so kompliziert, dass niemand im Studio sie in der vorgegebenen Zeit lösen konnte. Das war der Moment, in dem Günther halb im Scherz, halb im Frust drohte, die Sendung abzubrechen.

Los ging das Debakel mit der Frage nach einem Wort, das laut Duden auch "sehr groß" oder "absolut" bedeuten kann: Zur Auswahl standen "hell", "dunkel", "laut" und "leise". Constantin outete sich zunächst als ratlos und holte das Publikum zu Hilfe – 64 Prozent tippten auf "dunkel". Der Kandidat vertraute der Mehrheit, doch richtig wäre "hell" gewesen, etwa im Sinne von "heller Wahnsinn" oder "in heller Aufregung". "Ich finde das hart", kommentierte Günther und gestand, selbst "ein Brett vorm Kopf" gehabt zu haben. Doch damit nicht genug: Bei der anschließenden Auswahlfrage sollten die Fast-Kandidaten in nur 20 Sekunden in Begriffen wie "Blutsbrüder" oder "Winterpelz" versteckte Tierpaare wie Kuh, Hündin, Sau und Ente entdecken. "Hä? Leute, was ist denn hier los?", rief der Moderator irritiert und stellte klar: "Das kann keiner in 20 Sekunden hinbekommen." Er behielt recht, kein einziger Zuschauer schaffte die Aufgabe, eine zweite Auswahlfrage musste her.

Nach zwei aus seiner Sicht völlig überzogenen Knobelaufgaben reichte es Günther schließlich. Mit trockenem Humor, aber deutlich genervt, schlug er einen neuen Sendungstitel vor: "Wer gewinnt hier im Ausnahmefall 100 Euro?" Dann kündigte der Moderator Konsequenzen an: "Wenn jetzt nochmal so etwas kommt, brechen wir die Sendung ab." Und er hatte auch schon einen Alternativplan parat: Das Geld werde er dann "aus den Geldkoffern" auszahlen, die dekorativ in der Mitte des Studios standen. Trotz aller Aufregung fand der langjährige Quizmaster seine Routine wieder, die nächste Auswahlfrage war lösbar und Kandidatin Carolin Schönknecht-Albinus räumte am Ende sogar 125.000 Euro ab. Für Günther, der seit Jahrzehnten als Gastgeber von "Wer wird Millionär?" im Licht der Studiolampen steht, gehören diese spontanen, leicht sarkastischen Sprüche längst zu seinem Markenzeichen: Der Moderator nutzt Humor, um ungewöhnliche Situationen zu entschärfen, und zeigt damit immer wieder, wie nah er bei seinem Publikum sitzt – und wie sehr ihn zu komplizierte Rätselfallen tatsächlich auch privat herausfordern.

Günther Jauch beim Schwarz Ecosystem Summit in Berlin, 2025
Imago
Günther Jauch beim Schwarz Ecosystem Summit in Berlin, 2025
Günther Jauch mit seinen Kandidaten bei "Wer wird Millionär?"
RTL
Günther Jauch mit seinen Kandidaten bei "Wer wird Millionär?"
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?"-Moderator
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?"-Moderator
Hättet ihr die 2000‑Euro-Frage richtig beantwortet und die Tierpaare in 20 Sekunden gefunden?
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