Jessica Klepser gedenkt ihrer zwei Töchter am Unglücksort
Ein Gänsehautmoment sondergleichen: Jessica Klepser hat am Sonntag in einem bewegenden Instagram-Beitrag ihrer zwei Töchter Madita (†12) und Annik (†10) sowie ihrem Ex-Partner, dem Alarm für Cobra 11-Star Christian Oliver (†51), gedacht. Genau zwei Jahre nach dem Flugzeugabsturz, bei dem die drei ums Leben kamen, reiste sie nach Bequia in der Karibik – dorthin, wo das Unglück geschah und wo die Familie ihre letzten Tage miteinander verbrachte. Vor Ort suchte Jessica die Plätze auf, an denen ihre Liebsten gelacht und Zeit mit Freunden verbracht hatten. "4. Januar 2026 – zwei Jahre ohne sie. Verrückt!", schrieb die Pilates-Trainerin zu einem Reel, das bewegende Momente ihrer Reise zeigt, und machte klar, warum sie jetzt dort ist: um Nähe zu spüren, Erinnerungen zu sammeln und den Menschen zu danken, die in den schwersten Minuten geholfen hatten.
In ihrem Post schilderte die Mutter, wie sie den Fischern begegnete, die unmittelbar nach dem Absturz ins Wasser sprangen. "Ich konnte die mutigen Fischer treffen, die sofort zum Flugzeug hinabgetaucht sind, um ihre Leichen zu bergen", erinnerte sie sich und erzählte, eine Frau getroffen zu haben, die Madita an der Wasseroberfläche in den Armen hielt. Jessica ließ sich an die Unfallstelle fahren und trieb selbst im Meer, genau dort, wo das Flugzeug aufschlug. Ihre Worte klingen wie ein stilles Protokoll des Abschieds und der Anerkennung: Sie dankte ausdrücklich Konstantin Richter und seiner Familie für die Begleitung auf der Insel, ebenso wie ihrer Freundin Lena Agrama. Besonders innig richtete sie sich an ihre Töchter: "Der Fischer, der euch geborgen hat, erzählte mir, dass ihr euch umarmt hattet, als er euch unter Wasser fand. Ihr habt euch fest aneinandergeklammert!!!", schrieb sie und fügte hinzu: "Danke, meine Lieben, dass ihr mir weiterhin beibringt, was Liebe wirklich ist!"
Jessica hat in den vergangenen zwei Jahren immer wieder Wege gefunden, mit dem Trauma öffentlich umzugehen. Auf ihrem rechten Unterarm trägt sie die Namen von Madita Maia und Annik Luna – eine Geste, die deutlich macht, wie sehr sie die Erinnerung in den Alltag holt. Auf Social Media teilt die gebürtige Niedersächsin regelmäßig Momentaufnahmen aus ihrer Trauerarbeit, aber auch Dankbarkeit für Freundschaften, die halten. Besonders die Mitschüler ihrer Töchter hätten sie mit kleinen und großen Gesten immer wieder sehr berührt. So wurde Annik symbolisch ein Platz in der ersten Reihe der Abschlussfeier freigehalten. Es sind kleine Rituale, die ihr Stärke geben, und Begegnungen, die Trost spenden – am Unglücksort ebenso wie im ganz normalen Leben dazwischen.










