Mordanklage gegen Nick Reiner: Suizidüberwachung aufgehoben
Während Nick Reiner (32) weiter in Einzelhaft auf seinen nächsten wichtigen Gerichtstermin wartet, wurde inzwischen die strenge Suizidüberwachung für den 32-Jährigen aufgehoben. Nach Informationen von People bleibt Nick dennoch im Hochsicherheitstrakt der Twin Towers Correctional Facility in Los Angeles untergebracht – einem Bereich, der auf Häftlinge mit psychischen Auffälligkeiten spezialisiert ist. Gegen Nick läuft eine Anklage wegen zweifachen Mordes: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Eltern Rob Reiner (†78) und Michele Singer Reiner (†70) Mitte Dezember in ihrem Wohnhaus mit einem Messer getötet zu haben. Seit der Tat befindet er sich ununterbrochen in Untersuchungshaft. Der nächste entscheidende Schritt steht unmittelbar bevor: Am 7. Januar soll Nick im Stanley Mosk Courthouse offiziell die Anklage verlesen werden.
Trotz der Lockerung wird Nick weiter rund um die Uhr überwacht, aber unter anderen Bedingungen als bisher: Zuletzt war er verpflichtet, durchgehend einen sogenannten Suizidpräventionskittel zu tragen – jetzt durfte er in eine gelbe Gefängnisjacke und eine blaue Hose wechseln. In seiner Zelle wird er alle 15 Minuten kontrolliert und verlässt den Raum nur unter ständiger Videoüberwachung und in Begleitung von Sicherheitspersonal – etwa für medizinische Untersuchungen oder Gerichtstermine. Die Ermittler betonen gegenüber People, dies sei wichtig, damit weder Mithäftlinge noch Außenstehende ihn auf den mutmaßlichen Doppelmord ansprechen oder Aussagen aus ihm herauslocken können. Ärzte und psychiatrische Fachkräfte hatten bei Nick zuvor starke psychische Probleme festgestellt.
Bereits 2016 hatte Nick in einem Interview mit People offen von seiner Drogensucht und Zeiten der Obdachlosigkeit berichtet, die schon in seiner Jugend begonnen hatten. Er war jahrelang in Reha-Einrichtungen untergebracht, lebte zeitweise auf der Straße und verarbeitete diese Erfahrungen in dem Film "Being Charlie", an dessen Drehbuch er selbst mitgeschrieben hatte. Rob und Michele, die als Regisseur und Fotografin in Hollywood längst etabliert waren, galten als eng verbundenes Paar, das sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushielt. Tochter Romy, die ihren Vater laut New York Times leblos im Haus fand, soll erst später von Rettungskräften erfahren haben, dass auch Michele tot ist.








