Sängerin Jesy Nelson bekommt großen Zuspruch für ihre Stärke
Jesy Nelson (34) hat in der ITV-Sendung "This Morning" offen über die Diagnose ihrer Zwillingstöchter gesprochen – und rührt damit ganz Großbritannien. Die Sängerin erzählte am Mittwoch, dass Ocean Jade und Story Monroe, acht Monate alt, an Spinaler Muskelatrophie vom Typ 1 leiden. Gedreht wurde das Gespräch in London, interviewt wurde Jesy Nelson von Moderatorin Cat Deeley. Unterstützung bekommt sie auch von Partner Zion Foster, mit dem sie die Mädchen großzieht. Kurz darauf wurde es noch emotionaler: Cat widmete Jesy am Donnerstag auch einen Instagram-Post und nannte sie "eine der stärksten, mutigsten und weisesten Frauen", die sie je getroffen habe.
In der Sendung schilderte Jesy, wie die Anzeichen schon früh da waren: ungewöhnliche Atmung, fehlende Kopfkontrolle, kaum Beinbewegung. Weil die Zwillinge zu früh zur Welt kamen, sei vieles zunächst Verzögerungen zugeschrieben worden, erzählte die Sängerin. Ärztinnen und Ärzte vom Great Ormond Street Hospital hätten ihr schließlich erklärt, dass ihre Töchter voraussichtlich nicht laufen werden und dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind. Umso entschlossener drängt Jesy nun auf ein verpflichtendes SMA1-Screening direkt nach der Geburt. Cat machte in ihrem Post darauf aufmerksam, dass der Test in 45 Ländern existiert und in Großbritannien als nicht-invasiver Zusatz nur wenige Pence pro Kind kosten würde. Rückenwind kommt auch aus der Politik: Gesundheitsminister Wes Streeting kündigte bei Instagram an, die von Jesy angesprochenen Punkte zum Neugeborenen-Screening aufzugreifen.
Abseits der TV-Bühne konzentriert sich die Musikerin auf ihre Familie und die nächste Etappe ihres Engagements. Jesy hat eine Petition gestartet und will, gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern, das Fersenblut-Screening um SMA1 erweitern lassen. Die Künstlerin beschrieb bereits, wie fordernd die vergangenen Monate waren und wie sehr sie sich wünscht, einfach "nur Mama" sein zu können. Freunde berichten, dass Jesy Kraft aus vertrauten Routinen schöpft, viel Zeit mit ihrer Mutter Janice verbringt und sich mit anderen Eltern vernetzt, die ähnliche Erfahrungen machen. Seit der Geburt der Zwillinge setzt sie auf klare Tagesabläufe, kurze Spaziergänge und ruhige Abende zu Hause – kleine Rituale, die ihr Halt geben, während sie gleichzeitig unbeirrt für mehr Aufklärung und frühzeitige Tests kämpft.






