James Cameron meint, er hätte Sinken der Titanic überlebt
James Cameron (71) hat fast drei Jahrzehnte nach dem Kinostart von Titanic verraten, dass er selbst seit langem einen Masterplan hat, wie er den Untergang des berühmten Ozeandampfers überlebt hätte, wenn er 1912 an Bord gewesen wäre. Im Gespräch mit Hollywood Reporter schildert der Regisseur, wie er sich als allein reisender Passagier der zweiten Klasse verhalten würde, wenn das Schiff bereits den Eisberg gerammt hat: Statt auf ein Wunder zu hoffen, würde James früh handeln. In dem Moment, wenn ein Rettungsboot ablegt, auf dem er selbst keinen Platz bekommen hat, würde er direkt daneben ins eiskalte Wasser springen und sich zu dem Boot treiben lassen. Seine Überlegung: Die Crew könnte ihn vor den Augen aller anderen Passagiere nicht einfach ertrinken lassen.
Dass James sich mit dem Szenario so präzise beschäftigt, überrascht nicht: Zum 25-jährigen Jubiläum von "Titanic" ließ er bereits mehrere Überlebensszenarien testen, während die Debatte um die berühmte Tür von Jack und Rose weiterkochte. Diesmal stellt er die Frage radikaler: nicht, ob zwei auf ein schwimmendes Brett passen, sondern wie man selbst handeln würde. Seine Überlegung: Viele hätten damals aus Unglauben und Angst den Sprung ins Wasser gescheut. Wer aber sicher war, dass das Schiff sinkt, sei gesprungen und habe die soziale Dynamik nutzen können – Hilfe aus Nächstenliebe, verstärkt durch die Blicke der Umstehenden. "Sie würden einen hochziehen, und die Offiziere würden sagen: 'Tja, verdammt, da kann ich jetzt auch nichts mehr machen'", so der Regisseur. Wer die Szene nochmal nachfühlen will: "Titanic" ist aktuell bei Disney+ zu sehen.
James kehrt in seinen Projekten immer wieder ans Wasser zurück – auch "Avatar 3: Fire and Ash" knüpft an seine Obsession für Ozeanwelten an. Privat gilt der Kanadier als Tüftler, der sich in Details verbeißt, gern taucht und technische Grenzen verschiebt. Kollegen beschreiben ihn als jemanden, der Risiken nüchtern abwägt und Entscheidungen dann konsequent durchzieht. Seine Gedanken zur Titanic wirken wie ein Blick in diese Denkweise: pragmatisch, kontrolliert, auf den Moment fokussiert. Menschen, die mit Cameron arbeiten, erzählen oft von einer konzentrierten Ruhe am Set und davon, dass er Pläne liebt, die im entscheidenden Augenblick greifen – vor und hinter der Kamera.









