Darum zog James Cameron 2020 dauerhaft nach Neuseeland
James Cameron (71) hat es getan: Der Regisseur von "Avatar" und "Titanic" ist mit seiner Familie dauerhaft nach Neuseeland gezogen – und zwar bereits im August 2020, mitten in der Corona-Pandemie. Im Gespräch mit "In Depth with Graham Bensinger" erklärte der Kanadier, warum er die USA hinter sich ließ und mit Ehefrau Suzy Amis Cameron und den Kindern ans andere Ende der Welt ging. Auslöser war für ihn der Umgang des Landes mit COVID-19. "Wo würdest du lieber leben? In einem Land, das an Wissenschaft glaubt und vernünftig ist, oder in einem, in dem alle extrem polarisiert sind?", fragte Cameron im Interview. Er schwärmt von einem Alltag, in dem Zusammenhalt zählt – und von Regeln, die funktionieren.
Schon 1994 hatte der Filmemacher Neuseeland zum ersten Mal besucht und sich "einfach in das Land und die Menschen verliebt", wie er erzählt. Spätestens nach dem Start von "Avatar" sei der Plan gereift, es wirklich zu wagen. 2011 kaufte Cameron eine Farm und pendelte zunächst zwischen Malibu, Santa Barbara und dem Drehstandort hin und her, während er an "Avatar: The Way of Water" arbeitete. Dann kam die Pandemie – und Neuseeland eliminierte das Virus nach seinen Worten zweimal vollständig, bevor eine Mutation durchbrach. Als Moderator Graham die USA "ein fantastisches Land zum Leben" nannte, konterte Cameron trocken: "Ist es?" Und als Graham die Landschaft Neuseelands pries, stellte Cameron klar: "Ich bin nicht wegen der Landschaft da, ich bin wegen der Vernunft da."
Privat war der Schritt familiär abgestimmt. Suzy, mit der Cameron seit 2000 verheiratet ist, habe die Idee von Anfang an unterstützt, wie Daily Mail berichtet. Die Schauspielerin und der Regisseur teilen drei Kinder; Cameron ist zudem Vater einer erwachsenen Tochter aus seiner Ehe mit Linda Hamilton (69), Suzy brachte einen Sohn aus einer früheren Beziehung mit. Auf der Farm in Neuseeland findet die Patchwork-Familie Ruhe und Routinen, während Camerons Karriere in den USA weiterläuft – Projekte, Premieren, Postproduktion. Über das "Warum" blieb er dennoch persönlich: "Ich bin nicht wegen des Panoramas hier", sagte er bei "In Depth with Graham Bensinger", "sondern wegen des Miteinanders, das mir jeden Tag wichtig ist."







