Nach Hollywood-Flucht: So ist Rose McGowans Leben in Mexiko

Nach Hollywood-Flucht: So ist Rose McGowans Leben in Mexiko

- Sandrine Palme
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Rose McGowan (52) hat Hollywood den Rücken gekehrt und sich ein neues Leben in Mexiko aufgebaut – weit weg von roten Teppichen und Studiogeländen. Nach ihren 2017 öffentlich gemachten Vorwürfen gegen Harvey Weinstein (73), die die Branche erschütterten, blieben Rollen aus, Einladungen versiegten, Kontakte brachen ab. Während der Corona-Pandemie zog die Schauspielerin auf die Halbinsel Yucatán, an einen Ort, den sie als Dschungel am Ozean beschreibt. Dort, sagt Rose, habe sie Sicherheit, Freundschaft und Ruhe gefunden – und die Freiheit, nicht länger Teil eines Systems zu sein, das sie als "toxisch" und "wie eine Mafia" erlebt habe.

In Podcasts und Interviews erklärte Rose, sie sei in den Jahren nach dem Skandal zur Projektionsfläche geworden: "Ich wurde benutzt, um Chaos zwischen Männern und Frauen zu erzeugen", sagte sie im Format "We Need To Talk". Also sei sie gegangen. In Coba zahlte sie "ein Drittel" der früheren Miete, genoss die Stille der Pandemie und erhielt schließlich ihre permanente Aufenthaltsgenehmigung. "Das ist ein wirklich heilendes Land", schwärmte sie bei "The Dab Roast". Gegenüber dem Hollywood Reporter und dem Magazin People erzählte sie, wie sie im Dschungel wieder Kreativität entdeckte, Spanisch lernte, Rückschläge wie Depressionen adressierte und neue Pläne schmiedete: ein weiterer Song, ein Schauspielprojekt in Paris, eine Erzählerinnenrolle für einen Kurzfilm. Über Mexiko sagte sie: "Mein Lieblingswort auf Spanisch ist alegría" – Freude.

Auf einer Bühne traf Rose zuletzt auch auf ihre frühere Charmed-Kollegin Holly Marie Combs (52) und sprach dort über das Lebensgefühl in ihrem neuen Zuhause: mehr Farbe, mehr Leidenschaft, weniger Lärm. Rose erinnert in Gesprächen oft an ihren Vater, der lange an der Westküste Mexikos lebte, und wie sie seit der Jugend immer wieder dorthin reiste. Sie beschreibt kleine Alltagsanker: Spaziergänge mit ihrem Hund am Strand, Gespräche im Schatten großer Bäume, Momente des Zuhörens statt Redens. Von der Schauspielerin zur Künstlerin im eigenen Takt – Rose nennt es ein Leben, das "ein bisschen sanfter" geworden ist, getragen von Freundschaften, Stille und der Idee, nur noch das Wichtige durchzulassen.

Rose McGowan bei den GQ Men of the Year Awards 2018
Getty Images
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Harvey Weinstein und Rose McGowan
Kevin Winter / Getty Images
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Rose McGowan im Juli 2024
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