So ehrt das "Stranger Things"-Finale verstorbenen Charakter
Das Finale von Stranger Things hat die Fans mit bewegenden Szenen und einem würdigen Abschied überrascht. Besonders Dustin, gespielt von Gaten Matarazzo (23), sorgt für Herzschmerz, als er bei seiner Abschlussfeier eine emotionale Rede hält. Er spricht laut Kino.de darüber, wie die unheimlichen Ereignisse in ihrer Heimatstadt ihnen die Kindheit geraubt haben und wie schwer es ist, nach so vielen Verlusten einfach zur Normalität zurückzukehren. Was viele erst auf den zweiten Blick realisieren: Mit jedem Satz erinnert Dustin an seinen toten Freund Eddie Munson. Er erfüllt damit ein Versprechen, das Eddie selbst nie einlösen konnte.
Denn die Szene greift direkt einen Schlüsselmoment aus der vierten Staffel auf. Damals schwärmte Eddie, gespielt von Joseph Quinn (31), noch davon, wie er nach Jahren des Sitzenbleibens endlich seinen Abschluss schaffen und auf der Bühne Direktor Higgins trotzig die Meinung geigen wollte: "Dieses Jahr ist mein Jahr. Ich spüre es", sagte der Rebell. Doch dazu kam es nie, Eddie starb im Kampf gegen das Böse im Upside Down. Seinen letzten Wunsch erfüllte nun Dustin an seiner Stelle: Er nutzt seine Rede als rebellischen Akt gegen das Establishment, prangert Konformität, ein starres Schulsystem und zerstörerische Kräfte an, die Jugendlichen in Hawkins seit Jahren zusetzen. Als krönenden Abschluss reißt er seine Robe auf, darunter ein T-Shirt mit der Aufschrift "HELLFIRE LIVES" (deutsch: "Hellfire lebt") – eine sichtbare Hommage für den gefallenen Anführer des Hellfire-Clubs. Anschließend verlässt Dustin die Bühne mit den Worten: "Das ist unser Jahr!" Im Hintergrund läuft "The Trooper" von Iron Maiden, dessen Maskottchen passenderweise ebenfalls Eddie heißt – ein weiteres Easter Egg, das Fans in den sozialen Netzwerken gefeiert haben.
Auf X teilen Zuschauer emotional, wie sehr sie diese Hommage berührt hat. Viele schreiben, sie fühlten sich, als wäre Eddie im Geist anwesend gewesen und hätte seinem Freund stolz zugesehen. Andere berichten, dass sich durch die Szene ein Teil ihrer jahrelangen Wut über seinen Serientod gelöst habe. Während im Finale auch große Fragen rund um Elevens Schicksal und die Zukunft von Hawkins offenbleiben, rückt dieser intime Abschlussmoment eine ganz andere Seite der Serie in den Mittelpunkt: die enge Clique von Jugendlichen, ihre Verluste und die Bande, die sie durch all die Kämpfe hindurch zusammengeschweißt haben – von den ersten Abenteuern in den Straßen von Hawkins bis zu diesem letzten, lauten Gruß an einen Freund, der nie vergessen wurde.






