Chiara Ferragni packt über Trauma nach Betrugsvorwurf aus

Chiara Ferragni packt über Trauma nach Betrugsvorwurf aus

- Sandrine Palme
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Chiara Ferragni (38) hat es hinter sich: In Mailand wurde die Unternehmerin in der vergangenen Woche vom Vorwurf des schweren Betrugs freigesprochen, nach vier Monaten Prozess um Benefiz-Aktionen rund um Weihnachtskuchen und Ostereier. Direkt nach dem Urteil sprach Chiara mit der Zeitung Bild über die Minuten im Saal – und über ihre Tränen. "Ich habe geschluchzt, wie in einem Film", sagte die Influencerin, die mit 28 Millionen Followern zu den mächtigsten Stimmen Italiens zählt. An ihrer Seite: Anwalt Giuseppe Iannaccone, der sie durch das Verfahren begleitet hat. Für Chiara war es der Abschluss einer Phase, die sie als "hart, sogar traumatisch" beschreibt.

Die Ermittlungen hatten die Mode-Ikone seit mehr als zwei Jahren beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen irreführender Werbung im Zusammenhang mit den vermeintlichen Spendenmechanismen eine Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten gefordert. Chiara zahlte zuvor ein Bußgeld von einer Million Euro sowie weitere 2,4 Millionen Euro im Zuge einer außergerichtlichen Einigung und Spenden. Das Gericht stellte das Verfahren schließlich ein. "In einem Strafverfahren angeklagt zu sein, das man nicht verdient hat, ist wirklich schwer zu ertragen, es zerfrisst dich innerlich", sagte sie Bild. Ihr Verteidiger erklärte dem Blatt, man habe in einem "feindseligen Klima" prozessiert. Chiara betont, sie sei zu jeder Verhandlung gegangen, habe sich entschuldigt und zugesichert, keine Kampagnen mehr mit Wohltätigkeitsaktionen zu verknüpfen. "Ich habe einen hohen Preis gezahlt", so Chiara, finanziell, in ihrem Image und in ihrem Alltag.

Privat versuchte Chiara, vor ihren Kindern stark zu bleiben. Die Unternehmerin hat mit ihrem Ex-Mann Fedez zwei Kinder, Leone und Vittoria. "Sicherlich haben meine Kinder am Anfang gespürt, dass ich litt", sagte sie, zugleich seien sie ihre größte Stütze gewesen. Besonders eng stand ihr in den schwersten Momenten ihre Mutter Marina Di Guardo zur Seite; Chiaras enges Netz aus Schwestern, Kindern und Freunden habe ihr Halt gegeben. Für die Zeit danach hat sie sich klare Leitplanken gesetzt: wieder stärker auf den eigenen Instinkt hören, weniger delegieren, nur mit Menschen arbeiten, die ihre Werte teilen. "Es gibt viel wiederaufzubauen und zu verändern", fasst die Influencerin zusammen – und spricht von einer Version ihrer selbst, die in diesen zwei Jahren gereift ist und heute unabhängig Entscheidungen trifft.

Chiara Ferragni, Influencerin
Getty Images
Chiara Ferragni, Influencerin
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Chiara Ferragni, Influencerin
Chiara Ferragni mit ihren Kids Leone (l.) und Vittoria (r.)
Instagram / chiaraferragni
Chiara Ferragni mit ihren Kids Leone (l.) und Vittoria (r.)
Chiara will künftig keine Wohltätigkeit mehr mit Produktkampagnen verknüpfen – was sagt ihr dazu?