Take-That-Star spricht über Depression und Suizidgedanken
Howard Donald (57) spricht in einer neuen Netflix-Dokuserie über die Abgründe nach dem ersten Take That-Aus im Februar 1996 – und findet dabei Worte, die unter die Haut gehen. In "Take That", die am 27. Januar weltweit startet, erzählen Gary Barlow (55), Mark Owen (53), Jason Orange (55), Robbie Williams (51) und Howard, wie der Höhenflug einer Boyband in einen brutalen Sturz münden kann. Nach dem letzten Live-Auftritt im TV, während Fans weinend vor den Bildschirmen saßen, brach für die Gruppe eine Welt zusammen. "Es fühlte sich auf einmal real an", sagt Gary in der Serie. Howard schildert, wie ihn die Trennung in eine depressive Spirale riss – bis hin zu suizidalen Gedanken an der Themse.
Die Doku, die mit bislang unveröffentlichtem Material arbeitet, zeigt nicht nur kreischende Teenager vor Hotels in Amsterdam und erschöpfte Bandmitglieder im Tourbus, sondern auch die Schattenseiten hinter dem Glitzer. In einem Ausschnitt, den britische Medien vorab zeigen, sagt Gary: "Es war etwas in der Luft an diesem letzten Tag, es fühlte sich plötzlich real an. Unsere Welt war zu Ende und ich war mir nicht sicher, da war etwas nicht richtig." Howard beschreibt, wie ihn die Trennung unvorbereitet traf: Er habe das Ende am härtesten gespürt, weil er sich fragte, was er ohne die Band noch könne. "Ich bin nur darauf trainiert, Popstar zu sein", erklärt er in der Netflix-Produktion und erzählt, wie er sich nach den letzten Shows in einer Art Schockzustand wiederfand, während andere innerlich schon mit dem Kapitel abgeschlossen hatten.
Besonders eindringlich wird es, als Howard von einem Tag an der Themse berichtet, an dem er nach eigenen Worten "in einen depressiven Zustand" gerutscht war. "Ich war ernsthaft am Überlegen, mich umzubringen, aber ich bin einfach zu sehr ein Schisser, um es zu tun." Der frühere Lackierer beschreibt, wie er sich als Schüler "ein Niemand" gefühlt habe und sich erst auf der Bühne wie ein Superheld erlebt habe – umso härter der Fall nach unten, als der Traum plötzlich vorbei war. Heute steht Howard gemeinsam mit Gary und Mark wieder regelmäßig auf der Bühne, arbeitet mit den beiden an neuer Musik und Tourneen und pflegt abseits davon ein vergleichsweise ruhiges Familienleben.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.









