Fans begeistert: Take-That-Doku stürmt die Netflix-Charts

Fans begeistert: Take-That-Doku stürmt die Netflix-Charts

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min

Take That sind zurück im Rampenlicht – diesmal auf dem Bildschirm: Seit dieser Woche sorgt die dreiteilige Dokuserie "Take That" weltweit bei Netflix für einen Hype und klettert in die Charts. Erzählt wird die Geschichte der Band um Gary Barlow (55), Robbie Williams (51), Mark Owen (54), Jason Orange (55) und Howard Donald (57), die sich in den frühen 90ern in Manchester formierte und in rasantem Tempo zum globalen Popphänomen wurde. Mit Regisseur David Soutar an der Spitze verzichtet die Serie auf künstliche Dramaturgie und setzt stattdessen auf Nähe und Ehrlichkeit. Fans erleben bekannte Hits, private Erinnerungen und bisher ungehörte Perspektiven – kompakt in drei Stunden, die man sofort durchbingen möchte.

Inhaltlich verbindet "Take That" frisch ausgegrabene Archivschätze mit aktuellen Interviews. Mehr als 35 Jahre altes, bislang unveröffentlichtes Material zeichnet die steile Karriere, den Druck des Ruhms und die emotionalen Brüche nach der Trennung nach. Fachkritiker zeigen sich begeistert: Auf Rotten Tomatoes stehen aktuell 100 % Zustimmung, obwohl erst wenige Besprechungen vorliegen. Ein Rezensent lobt, dass dort drei Männer zu sehen seien, "die endlich Verantwortung übernehmen und sich um mehr als 35 Jahre alte Wunden kümmern". Andere Stimmen nennen die drei Episoden "brutal ehrlich und aufschlussreich" sowie "lebhaft und offen". Besonders interessant sind die Erinnerungen an den Ausstieg von Robbie. "Rob kam zurück und war völlig betrunken, ging nach oben und machte ein Nickerchen", erinnert sich Mark an die dramatischen letzten Tage. Howard spricht hingegen über seine Depressionen nach der Auflösung der Band Mitte der 90er Jahre. "Ich war in einem depressiven Zustand. Ich ging zur Themse und dachte ernsthaft daran, hineinzuspringen, ich wollte mich umbringen. Aber ich bin einfach zu feige dafür", zitiert ihn die Daily Mail.

Gary Barlow, einst das selbsternannte Bandgenie, verfiel in gefährlichen Größenwahn: "Ich befand mich auf einer riesigen Erfolgswelle, mein Ego war so groß wie nie zuvor, du denkst, die Welt schuldet dir alles", so der Sänger. Doch sein Solokarten-Haus brach zusammen, als Robbies "Angels" die Welt eroberte, während Garys eigene Hits floppten. 13 Monate habe er kaum noch das Haus verlassen und massiv an Gewicht zugelegt. Mark ereilte ein ähnliches Schicksal: Von seinem Label fallen gelassen, kämpfte er mit vernichtenden Selbstzweifeln und gestand: "Du beginnst, sehr negativ über dich selbst zu denken." Heute stehen die drei verbliebenen Mitglieder – Jason verließ die Band ebenfalls – wieder regelmäßig gemeinsam im Proberaum und auf der Bühne. Sogar Robbie kam zumindest für eine Tour zurück. Die Dokuserie "Take That" ist ab sofort weltweit bei Netflix verfügbar.

Howard Donald, Mark Owen und Gary Barlow bei der Special Screening von "Take That" in London
Getty Images
Howard Donald, Mark Owen und Gary Barlow bei der Special Screening von "Take That" in London
Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen, Jason Orange und Robbie Williams, 2010
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Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen, Jason Orange und Robbie Williams, 2010
Gary Barlow und Robbie Williams in London, 2010
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Gary Barlow und Robbie Williams in London, 2010
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