Ski-Unfall bei Lothar Matthäus: Schulter-OP nach einem Sturz
Schreckmoment am Arlberg: Lothar Matthäus (64) ist beim Skiurlaub in Oberlech schwer gestürzt und muss an der rechten Schulter operiert werden. Der Unfall ereignete sich bei der letzten Abfahrt am letzten Urlaubstag bei wohl sehr schlechten, eisigen Pistenbedingungen. "Wenn dort Pulverschnee gewesen wäre, wäre wahrscheinlich nichts passiert", resümierte der Sportler im telefonischen Interview mit Bild. Der Rekord-Nationalspieler war mit seiner Freundin Theresa (27) unterwegs, als die Ski verkanteten und er auf die rechte Seite fiel. Nach einer rund 280 Kilometer langen Autofahrt – er war natürlich nur Beifahrer – kam Lothar zurück nach München. Dort wird der Eingriff nun von den betreffenden Fachärzten vorbereitet.
Gegenüber der Bild schilderte Lothar den Crash so: "Die Piste war eisig und wellig. Ich hatte mich schon auf das Mittagessen auf der Hütte gefreut – da stürze ich plötzlich auf die rechte Seite." Weil "das Eis" das eigentliche Problem gewesen sei, habe er eine Welle nicht richtig erwischt, die Ski hätten verkantet. In München übernahm zunächst Sportarzt-Legende Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Ein MRT brachte die bittere Diagnose: doppelter Bänderriss und eine leichte Schultereckgelenksprengung. Zusätzlich hat sich Lothar auf der rechten Seite Rippen geprellt, trägt den Arm in der Schlaufe und wartet nun auf den Eingriff durch einen Schulterspezialisten. "Wichtig ist jetzt die schnelle OP, die wohl kein großer Eingriff ist. Danach denke ich, dass ich bald wieder arbeiten kann", sagte er der Zeitung.
Nach seiner aktiven Karriere hat sich Lothar, der bisher fünfmal verheiratet war und vier Kinder hat, seit Jahren als Experte etabliert und pendelt häufig zwischen Stadien, Studios und seiner Familie. Eigentlich sollte er am Donnerstagabend als RTL-Experte das Europa-League-Spiel in Rom begleiten – ausgerechnet in dem Stadion, in dem er 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel errang. Das kann er sich nun leider abschminken. Die Zeit in den Bergen war ein kurzer, aber folgenreicher Ausbruch aus dem dichten Terminkalender. Gemeinsam mit Theresa wollte der frühere Kapitän Kraft tanken, bevor der Europapokal wieder ruft. Nach dem Sturz steht nun erst einmal Regeneration an, unterstützt von vertrauten Begleitern, die ihm das Leben abseits des Rampenlichts erleichtern.









