Russell Brand verspottet Gerichtszeichnung von sich selbst

Russell Brand verspottet Gerichtszeichnung von sich selbst

- Julia Geißenhöner
Lesezeit: 2 min

Russell Brand (50), bekannt aus Filmen wie "Nie wieder Sex mit der Ex", hat während einer Anhörung vor dem Westminster Magistrates’ Court am Montag erneut Aufmerksamkeit erregt – jedoch nicht wegen der gegen ihn erhobenen Anklagen, sondern wegen einer Gerichtszeichnung. Der Schauspieler und Comedian erschien per Videoschaltung aus Florida und bestätigte während der kurzen Anhörung lediglich seinen Namen und sein Geburtsdatum. Anschließend nahm er via Social Media die Gerichtszeichnung aufs Korn. Auf X, vormals Twitter, schrieb er: "Vergesst alles andere. Diese Gerichtszeichnung ist eine Ungerechtigkeit." Er teilte dazu einen Screenshot eines Artikels von The Independent.

Die Anhörung richtete sich gegen Vorwürfe, die erstmals im Dezember bekannt wurden. Russell wird unter anderem der Vergewaltigung sowie sexueller Übergriffe beschuldigt, die sich Berichten zufolge 2009 in London ereignet haben sollen. Zudem bestehen weitere frühere Anklagen, darunter zwei wegen Vergewaltigung und eine wegen unsittlicher Berührung. Russell hat alle Vorwürfe von Beginn an zurückgewiesen und betont, dass er die Gelegenheit, sich vor Gericht zu verteidigen, zu schätzen wisse. Während der jüngsten Anhörung wurde ihm Kaution gewährt, und sein nächster Gerichtstermin ist für den 17. Februar vor dem Southwark Crown Court in London angesetzt.

Der Comedian, der sich mittlerweile als evangelikaler Christ und prominente Stimme in der amerikanischen Manosphäre positioniert hat, sorgt nicht nur durch die anstehenden Gerichtsverhandlungen für Schlagzeilen. Russell ist für seine Fähigkeit bekannt, gesellschaftliche und persönliche Kontroversen öffentlich humoristisch aufzuarbeiten. Doch auch seine jüngere Karriere folgt einem besonderen Weg: Nachdem er in der Vergangenheit durch Eskapaden, Beziehungen zu prominenten Persönlichkeiten und Drogenprobleme auffiel, versucht er nun, mit einer predigerartigen Präsenz in sozialen Medien und öffentlichen Auftritten eine gänzlich neue Rolle einzunehmen. Die jüngsten Ereignisse scheinen trotzdem keinen Bruch mit seiner unverblümten Art und seinem ausgeprägten Sinn für Provokation zu bedeuten.

Russell Brand vor dem Southwark Crown Court in London, Mai 2025
Getty Images
Russell Brand vor dem Southwark Crown Court in London, Mai 2025
Russell Brand, Mai 2025
IMAGO / Anadolu Agency
Russell Brand, Mai 2025
Russell Brand, Comedian
Getty Images
Russell Brand, Comedian
Sollte Russell Brand öffentliche Späße lassen, bis sein Verfahren beendet ist?