

"28 Years Later"-Fortsetzung enttäuscht die Fans
Ein Horror-Schock zum Jahresauftakt: "28 Years Later: The Bone Temple" ist am Martin-Luther-King-Wochenende in den USA mit nur 13 Millionen Dollar angelaufen und damit deutlich unter den Erwartungen von Sony Pictures geblieben. Weltweit summierten sich die Einnahmen auf 31,1 Millionen Dollar. Während James Camerons (71) neuer Avatar-Film mit 13,3 Millionen Dollar hauchdünn die Spitze verteidigte, musste sich der neue Teil der Endzeit-Reihe geschlagen geben. Der Film mit Ralph Fiennes (63) knüpft direkt an "28 Years Later" an und startete nur wenige Monate nach dem Vorgänger in den Kinos. Trotz prominenter Rückkehrer und einer klaren Fortsetzungsgeschichte blieb das große Publikum fern.
Die Gründe liegen auf der Hand und sind doch verzwickt: Viele Fans waren nach "28 Years Later" im vergangenen Sommer sichtbar verärgert, ausgelöst auch durch eine falsche Erwartungshaltung nach dem ersten Teaser. Der Vorgänger kam laut Rotten Tomatoes beim Publikum nur auf 63 %, während die Kritiken milder urteilten. Die Quittung folgte jetzt: Boykott statt Begeisterung. Das Pikante daran? Ausgerechnet "The Bone Temple" wird vom Publikum gefeiert: 89 % bei Rotten Tomatoes und ein sehr guter CinemaScore A- sprechen eine deutliche Sprache. Trotzdem ist der Einbruch gegenüber den rund 30 Millionen Dollar Start des Vorgängers massiv. Bei Produktionskosten von 63 Millionen Dollar stellen sich für Sony brisante Fragen: Wird das Budget für den finalen Teil gekürzt, muss das Drehbuch angepasst werden oder bleibt die Trilogie unangetastet?
Hinter den Kulissen ist der Blick bereits nach vorn gerichtet. Autor Alex Garland schärft die Linie, die er zuletzt verstärkt hat: Der Mensch rückt – nach Jahren der Anpassung an die Seuche – wieder als gefährlichstes Wesen in den Fokus. Für den dritten Teil ist die Rückkehr von Cillian Murphy (49) als Jim geplant, 24 Jahre nach seinem ersten Auftritt. Während Fans darüber diskutieren, ob der neue Titel die Verwirrung befeuert hat und manche "The Bone Temple" sogar für eine erweiterte Fassung des Vorgängers hielten, träumen andere bereits von dem Wiedersehen mit dem "28"-Urgestein. Was die Macher eint: der Wunsch, den Kreis zu schließen und der Hoffnungsschimmer, dass starke Mundpropaganda dem Finale doch noch Rückenwind gibt.




