

Fälschung? Bill Gates wehrt sich gegen Epstein-Vorwürfe
Bill Gates (70) hat sich erstmals ausführlich zu den jüngsten Vorwürfen aus den Epstein-Akten geäußert – und das in einem Interview mit dem australischen Sender 9News. Der Unternehmer schildert, er habe Jeffrey Epstein (†66) 2011 kennengelernt und sich mit ihm zwischen 2011 und 2014 zu Abendessen getroffen, um über mögliche Spenden wohlhabender Kontakte für globale Gesundheitsprojekte zu sprechen. Eine in den Dokumenten erwähnte E-Mail, in der Epstein sich selbst notiert haben soll, er habe Gates bei "Medikamenten" und diskreten Treffen unterstützt, bezeichnet Gates als Fälschung. "Diese E-Mail wurde nie abgeschickt", sagt er. Er habe Epsteins Insel nie besucht und "nie Frauen getroffen". Sein Fazit fällt drastisch aus: Er bereue "jede Minute" des Kontakts.
Der Microsoft-Mitgründer stellt klar, dass er keine Geschlechtskrankheit verheimlicht habe und bestreitet alle Anspielungen auf angebliche Affären. "Die E-Mail ist falsch", betont er und spricht rückblickend von einer "Sackgasse", weil aus den Gesprächen über Philanthropie nichts geworden sei. Bereits zuvor hatte ein Sprecher ähnliche Vorwürfe gegenüber dem Magazin People als "absurd" zurückgewiesen und erklärt, die Dokumente zeigten eher Epsteins Frust und den Versuch, Gates zu diskreditieren. Während der neue Schwung an Akten die Debatte erneut anheizt, meldete sich auch Melinda French Gates zu Wort. In einem Gespräch mit NPR forderte sie, dass offene Fragen zu Epsteins Umfeld "von diesen Personen" beantwortet werden müssten – auch von ihrem Ex-Mann.
Die Verbindung zwischen Epstein und Gates belastete nicht nur seine Karriere, sondern auch das Verhältnis zu seiner Familie. Gates führte zuletzt aus, dass die Treffen lediglich geschäftlicher Natur gewesen seien und er nicht ahnte, welches Ausmaß Epsteins kriminelle Machenschaften hatten. Melinda, mit der er drei Kinder hat, hatte sich einst öffentlich kritisch über Epsteins Verhalten geäußert und die Bekanntschaft ihres damaligen Ehemannes mit ihm als einen der Streitpunkte in ihrer Ehe genannt. Epstein, der 2019 in einer Gefängniszelle tot aufgefunden wurde, hinterließ ein Netz aus Geheimnissen, in dem bis heute zahlreiche prominente Namen auftauchen.







