So viel Aufwand steckte in Bad Bunnys Super-Bowl-Show
Bad Bunny (31) hat beim Super Bowl in Santa Clara eine Halbzeitshow abgeliefert, die selbst abgebrühte Football-Fans staunen ließ. Am 9. Februar verwandelte der Rapper das Levi’s Stadium in ein riesiges Bühnenspektakel – mit echten Ladenbesitzern aus Puerto Rico, einer Live-Hochzeit mitten auf dem Rasen, prominenten Gästen und einem waghalsigen Kletter-Stunt. Kreativchefin Harriet Cuddeford und Regisseur Hamish Hamilton erzählten jetzt im Gespräch mit Variety, wie das alles überhaupt möglich wurde. "Es war die größte Teamleistung einer Show, an der ich je beteiligt war", so Hamish.
Schon der Einstieg war ein Statement: Während Bad Bunny "Tití Me Preguntó" sang und durch ein Zuckerrohrfeld lief, standen an seiner Seite Menschen aus seiner Heimat, vom Nagelstudio-Profi bis zum Piragua-Verkäufer. "Die Performance feierte normale Leute und was es heißt, Mensch zu sein und Freude und Liebe zu haben", erklärte Harriet Variety. Später folgte die Szene, über die alle reden: Ein Paar aus Ontario in Kalifornien, das Bad Bunny aus Spaß eine Hochzeitseinladung geschickt hatte, gab sich im Stadion wirklich das Jawort – mit einem echten Trauredner, Bad Bunny, der ihren geplanten Hochzeitssong "BAILE INOLVIDABLE" live sang, und Lady Gaga (39) als Überraschungs-Wedding-Sängerin. Ein weiterer Gänsehautmoment: Ein kleiner Junge auf einem Sofa, der im Einspieler einen frisch gewonnenen Grammy von Bad Bunny in die Hand gedrückt bekam. Parallel kletterte der Musiker im Stadion für "El Apagón" ohne Sicherheitsgurt auf Strommasten, tanzte auf einer Mini-Plattform und ließ sich auch von den Sicherheitsbedenken hinter den Kulissen nicht bremsen. "Natürlich standen alle Sicherheitsvorkehrungen und Seilkonstruktionen zur Verfügung, aber er wollte das nicht. Der Kerl macht seine Stunts selbst und hat es in etwa drei Minuten gelernt", erklärte Harriet.
Über 330 Performerinnen und Performer – plus die jetzt schon legendären "Pflanzen-Menschen" – sorgten dafür, dass die Kulissen blitzschnell auf- und abgebaut wurden, ohne den Rasen zu ruinieren. Selbst mögliche Regenschauer waren durchgeplant, am Ende lief alles "fast fehlerlos", wie Harriet sagte. Hinter der Spektakel-Fassade steckte nicht nur eine wochenlange Planung, sondern vor allem viel Persönliches. Benito Antonio Martínez Ocasio, wie Bad Bunny eigentlich heißt, verankerte seine Show in Erinnerungen, Vorbildern und seiner puertoricanischen Identität. Die Einladung echter Ladenbesitzer war sein Dank an die Community, mit der er aufgewachsen ist. Der kleine Junge mit dem Grammy spiegelte Benitos eigenen Weg wider – vom Kind vor dem Fernseher zum Weltstar mit Auszeichnungen. Und auch die Gastauftritte erzählten Beziehungen: Für Ricky Martin (54) hat Bad Bunny jede Menge Liebe und Respekt. Zwischen Euphorie, Nähe und einem Augenzwinkern zeigte der Musiker, dass selbst eine gigantische Halbzeitshow intim wirken kann, wenn sie vom echten Leben erzählt.












