Traurige Geschichte: Darum rasiert Dr. Bob nie seinen Bart
Dr. Bob (76) hat ein Markenzeichen, das jeder Dschungelcamp-Fan sofort erkennt: sein voller Bart. Seit der ersten Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" ist der Experte Teil des Teams, betreut die Kandidatinnen und Kandidaten medizinisch und führt sie mit ruhiger Hand durch die Prüfungen – und das meist mit einem Lächeln. Jetzt erklärte der gebürtige Australier, warum der Bart für ihn weit mehr ist als Styling. Die Entscheidung fiel nicht im TV, sondern vor Jahren in einer Ausnahmesituation fernab der Kameras, und sie begleitet ihn bis heute in jedes Camp.
Denn der Bart entstand 2004 während eines Einsatzes nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean. Sechs Wochen lang arbeitete Dr. Bob auf Sumatra als freiwilliger Helfer, versorgte Verletzte und unterstützte Überlebende unter extremen Bedingungen – besonders in Banda Aceh, einer der am stärksten betroffenen Regionen. Rasierzeit gab es nicht. Zurück in Australien beschloss er, den Bart zu behalten. Gegenüber der Bild sagte er: "Ich war sehr emotional wegen meiner Arbeit dort. Der Bart erinnert mich an all die Menschen, die 2004 gelitten haben", erklärte er dem Blatt. Seitdem ist das Gesichtshaar geblieben – als stilles Andenken an eine prägende Zeit, in der mehr als 200.000 Menschen ihr Leben verloren.
Abseits des medizinischen Protokolls ist Dr. Bob für viele Teilnehmer so etwas wie ein Ruhepol. Vor Prüfungen nimmt sich der TV-Liebling Zeit für ein paar beruhigende Worte, hört zu und bleibt gelassen, wenn die Nerven flattern. Der Bart, sagen Weggefährten, habe in seinem Alltag längst eine symbolische Funktion: Er steht für Mitgefühl und Durchhaltevermögen, die man Dr. Bob auch im Camp nachsagt. Wer ihm begegnet, spürt schnell diese Mischung aus Warmherzigkeit und Professionalität, die ihn seit Jahren zum Liebling der Teilnehmer und des Publikums macht – und zu dem Mann, der als Erster da ist, wenn es darauf ankommt.








