Whoopi Goldberg enthüllt ihre düstere Jugendzeit

Whoopi Goldberg enthüllt ihre düstere Jugendzeit

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min

Whoopi Goldberg (70) hat offen über eine düstere Phase in ihrem Leben gesprochen – und nimmt ihre Fans mit zurück in eine Zeit, in der es ihr privat schlecht ging. Dabei blickt sie auf eine Titelstory aus dem Jahr 1992 für das Interview Magazine zurück, liest Passagen von damals vor und kommentiert sie aus heutiger Sicht. Whoopi beschreibt, wie sie sich als junge Frau in New York unsicher, seltsam und fehl am Platz fühlte, Schwierigkeiten hatte, Anschluss zu finden und echte Freundschaften aufzubauen. "Ich war irgendwie ein merkwürdiges Kind", erinnert sich die Schauspielerin laut Hello Magazine an diese Zeit, in der sie sich selbst als unzulänglich erlebte und Beziehungen für sie zu einer besonderen Herausforderung wurden.

Whoopi spricht offen darüber, wie tief diese Unsicherheit saß und wie leicht andere sie mit ein paar Worten emotional ins Wanken bringen konnten. Sie verrät, dass sie sich "unglaublich unsicher" gefühlt habe, weil ihre Interessen so anders waren und sie sich unter Gleichaltrigen nie richtig beweisen konnte. Besonders eindringlich sind ihre Erinnerungen an die Zeit, in der sie in New York obdachlos war: Schlafen unter den Gleisen, Nächte in der U-Bahn, und das Aufwachen, "bedeckt mit nicht identifizierbarem Dreck". Diese Erfahrungen hätten ihr klargemacht, wie hart das Leben Menschen treffen könne. Auch ihr Leben war geprägt von Tiefpunkten, die sie unter anderem in eine Drogenabhängigkeit gleiten ließen. Im Rückblick fasst sie ihren Weg so zusammen: "Was ich herausgefunden habe, ist, dass jeder seinen eigenen Weg hat, und manchmal führt der einen an Orte, an die man nicht will, aber da muss man dann hin. Das ist eben der eigene Weg. Erwachsenwerden ist eben manchmal echt beschissen, weißt du?"

Heute reagiert Whoopi mit einer gewissen Gelassenheit auf die düsteren Zitate von damals. Beim erneuten Lesen ihrer Worte kommentiert sie trocken: "Jesus, was für eine deprimierende Person ich bin. Das ist das deprimierendste Zeug, das ich je gehört habe." Sie bezeichnet sich selbst weiterhin als "merkwürdig", macht aber deutlich, dass sie inzwischen nicht mehr darauf schaut, was andere von ihr denken. Auch dem Älterwerden begegnet die Komikerin ohne Verbitterung. Schon 1992 sagte sie, sie habe endlich eine Stimme, die gehört werde, und müsse daraus etwas machen, bevor der Karriereknick komme. Heute zieht sie ein klares Fazit: "Du bist ein Mensch eines gewissen Alters und dann ist es eben nicht mehr deine Zeit. Du bist nicht mehr die heißeste Person im Raum und entweder man akzeptiert es oder sagt: 'Tja, das war doof.' Also akzeptiere ich es. Ich werde älter und bin froh darüber, weil die Alternative Mist ist." Wer Whoopi kennt, weiß: Hinter den Pointen steckt eine Geschichte aus Einsamkeit und einem Weg, der nicht immer dorthin führte, wo sie hinwollte. Familie, Freunde und Kolleginnen erleben sie heute als jemanden, der sich seinen Platz erarbeitet hat – nicht trotz, sondern wegen dieser Narben aus früheren Zeiten. Und genau diese Offenheit macht die Schauspielerin für viele so nahbar.

Whoopi Goldberg posiert 2025 auf der Pariser Fashion Week
Getty Images
Whoopi Goldberg posiert 2025 auf der Pariser Fashion Week
Whoopi Goldberg, Filmstar
Getty Images
Whoopi Goldberg, Filmstar
Whoopi Goldberg, 2023
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Whoopi Goldberg, 2023
Wie findet ihr, dass Whoopi so offen über ihre düstere Jugend und Obdachlosigkeit spricht?