Diskussion entbrannt: Jameela Jamil rügt die BAFTA-Auftritte

Diskussion entbrannt: Jameela Jamil rügt die BAFTA-Auftritte

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min

Die BAFTAs gelten als eines der glamourösesten Ereignisse des Kinojahres. Doch während die Kameras in diesem Jahr über den roten Teppich schwenkten, sah Jameela Jamil (40) nicht nur Eleganz und Stil. Nach der Verleihung meldete sie sich auf Instagram zu Wort und richtete den Blick auf etwas, das sie sichtlich beunruhigte: das Körperbild der Frauen auf dem roten Teppich. Jameela, die offen über ihre eigene Geschichte mit einer Essstörung gesprochen hat, wählte klare, emotionale Worte: "Die Frauen bei den BAFTAs waren beängstigend dünn, auf eine Art, die mich an Bilder aus meiner Kindheit erinnerte. Alle sehen aus, als könnten sie zerbrechen. Es ist eine ganz spezifische Art von Zerbrechlichkeit." Bei der Zeremonie, an der unter anderem Emma Stone (37), deren Gewichtsverlust auch ihre Fans beunruhigt, Kirsten Dunst (43) und Hannah Waddingham (51) teilnahmen, war der Kontrast zur körperbejahenden Welle der 2010er-Jahre unübersehbar.

Jameela lieferte auch eine klare politische Botschaft. In einer Zeit, in der Frauenrechte weltweit unter Druck geraten, erscheint ihr das Schönheitsideal der Schwäche geradezu kontraproduktiv: "Das ist nicht der Moment, um zerbrechlich zu sein. Frauen müssen stark sein, um für ihre immer weiter schwindenden Rechte und ihre Sicherheit zu kämpfen." Bereits im November 2025 hatte sie auf TikTok Alarm geschlagen und den rasanten Wandel in der Branche angeprangert: "Es ist kein Body-Shaming, auf den schnellen Anstieg der Ästhetik der Auszehrung unter Frauen in Hollywood hinzuweisen. Frauen in ihren 20ern, 30ern, 40ern, sogar 50ern." Damals wie heute ist ihre Kernthese dieselbe: Frauenkörper seien keine Trends, und wenn eine ganze Branche plötzlich kollektiv an Gewicht verliere, sei das kein Zufall, sondern ein Symptom – eines, das besonders junge Menschen präge, die glauben könnten, "nicht normal zu sein, wenn Fleisch an ihren Körpern wächst."

Nicht alle teilten Jameelas Einschätzung. In den Kommentaren meldeten sich Stimmen zu Wort, die ihr vorwarfen, selbst in Body-Shaming zu verfallen – diesmal in Richtung schlanker Frauen. Doch Jameela ließ diese Kritik nicht einfach stehen. Mit Nachdruck stellte sie klar, worum es ihr tatsächlich geht: "Wir sollten alle möglichen verschiedenen Größen haben. Wenn eine vorgegeben wird – ob schlank oder kurvig – werden Frauen behandelt, als wären ihre Körper Trends." Außerdem verwies sie auf eine medizinische Realität, die der Diskussion ein anderes Gewicht verleiht: Magersucht habe unter allen psychischen Erkrankungen die höchste Sterblichkeitsrate. Und genau deshalb, so die Schauspielerin, lasse sie sich von Vorwürfen nicht beirren: "Leben oder Tod hat in diesem Moment Vorrang."

Jameela Jamil bei der Paris Fashion Week 2025
Getty Images
Jameela Jamil bei der Paris Fashion Week 2025
Emma Stone bei den EE Bafta Film Awards 2026 in der Royal Festival Hall in London
Getty Images
Emma Stone bei den EE Bafta Film Awards 2026 in der Royal Festival Hall in London
Jameela Jamil, September 2024
Getty Images
Jameela Jamil, September 2024
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