Epstein-Skandal: Chor wendet sich von Mette-Marit ab
Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen verliert eine weitere Schirmherrschaft. Der norwegische Mädchenchor Det Norske Jentekor, dessen Schirmherrin sie seit 2017 war, möchte die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Royal beenden. Wie TV2 berichtet, geht dies aus einem Brief an die Sängerinnen, Eltern und Erziehungsberechtigte hervor. Der Grund für die Entscheidung liegt in der Verbindung der Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66), die zu Unruhe in der Organisation geführt habe. Königliche Schirmherrschaften gelten als offizielle Unterstützung, mit der Mitglieder der Königsfamilie gesellschaftlich wichtigen Organisationen öffentliche Anerkennung verschaffen.
Laut dem Schreiben hatte der Chor Mette-Marit, die unter einer chronischen Lungenfibrose leidet, die Möglichkeit gegeben, sich bis zum 12. März persönlich zu äußern. Der Vorstand habe ausdrücklich den Wunsch geäußert, dass die Kronprinzessin selbst Stellung beziehe. "Der Dialog hat zu keinem Fortschritt geführt", heißt es in dem Brief, was darauf hindeutet, dass sich die 52-Jährige nicht persönlich geäußert hat. Aufgrund der anhaltenden Unruhe empfiehlt der Vorstand nun, die königliche Schirmherrschaft zu beenden. Laut VG soll über diese Entscheidung abgestimmt werden. Der Hof verwies auf eine Anfrage hin auf Mette-Marits Statement vom 6. Februar, in dem sie sich öffentlich für die Verbindungen zu Epstein entschuldigte und beteuerte, es würde "nicht den Menschen widerspiegeln, der ich sein möchte."
Det Norske Jentekor ist nicht die erste Organisation, die die Zusammenarbeit mit Mette-Marit beendet oder auf Eis legt. Anfang Februar setzte der Rat für psychische Gesundheit die Kooperation mit der Kronprinzessin vorübergehend aus. Auch der Norwegische Bibliotheksverband pausierte die Zusammenarbeit. Die Organisation "Sex og samfunn" (übersetzt: Sex und Gesellschaft) beendete ihre Kooperation am 3. Februar sogar ganz. Die Enthüllungen aus den sogenannten Epstein-Akten, in denen Mette-Marit mehrfach erwähnt wird, hatten in den vergangenen Wochen für erhebliche Turbulenzen gesorgt. Hinzu kommt die Belastung durch den laufenden Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29), der sich aktuell vor Gericht in 40 Anklagepunkten, darunter Vergewaltigung, verantworten muss.










