"Erst später gecheckt": Wilson Ochsenknecht über Missbrauch
Wilson Gonzalez Ochsenknecht (36) hat sich erneut zu einem traumatischen Erlebnis aus seiner Kindheit geäußert. Im Podcast "Recall" mit Senna Gammour (46) und Bahar Kizil (37) sprach der Schauspieler offen über den sexuellen Missbrauch, der ihm als Kind widerfahren war. Der heute 36-Jährige war damals erst fünf Jahre alt, als er Mitte der 90er von einem Bekannten seiner Eltern missbraucht wurde. Bei dem Täter handelte es sich um einen Bühnenbeleuchter, mit dem sich Uwe (70) und Natascha Ochsenknecht (61) zuvor bei Dreharbeiten zu einem Kinofilm angefreundet hatten. Wilson erzählte den Podcasterinnen, dass er als kleines Kind nicht gewusst habe, was richtig oder falsch sei und das Erlebte deshalb "einfach nebenbei erzählt" habe.
Als seine Eltern Uwe und Natascha von dem Missbrauch erfuhren, reagierten sie sofort. "Ging alles ratzfatz", berichtete Wilson im Podcast über die schnelle Reaktion seiner Eltern. Der Mann sei in Therapie gekommen und später auch vor Gericht gelandet. Für seine Eltern sei der Vorfall "superschlimm" gewesen, glaubt der Schauspieler, "weil sie von jemand Bekanntem so hintergangen worden sind". Der Missbrauch ereignete sich 1995, als Uwe und Natascha für sechs Wochen in die USA reisten. Auch Wilson selbst wurde psychologisch betreut und konnte dadurch die Erlebnisse verarbeiten. Allerdings habe er "erst später gecheckt", was ihm da eigentlich widerfahren sei.
Schon vor einigen Jahren sprach Natascha offen darüber, wie sehr sie die Nachricht von dem Missbrauch getroffen hatte. "Wenn man so etwas als Mutter erfährt, ist das ein Stich ins Herz. Und das wird auch nie wieder heilen, weil du natürlich erst mal anfängst, dir Vorwürfe zu machen", sagte die Reality-TV-Bekanntheit damals in der Talkrunde "Jetzt reden Vier". Trotzdem habe sie sich schnell gefangen und sei fest entschlossen gewesen, dafür zu sorgen, dass der Täter bestraft wird. Um den Mann hinter Gitter zu bringen, nahm die Mutter die Ermittlungen damals selbst in die Hand. "Ich habe mir Unterlagen besorgt und habe dann rausgefunden, er war elfmal vorbestraft, auf Bewährung, wegen Kindesmissbrauchs", berichtete Natascha. Sie verschaffte sich Zugang zur Wohnung des Täters und übte immer wieder Druck auf die Polizei aus, da diese zunächst nichts unternommen habe. Am Ende zahlte sich ihr Einsatz aus: Der Täter wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.






