Meghan und Harry schlagen zurück: Kritik an Enthüllungsbuch

Meghan und Harry schlagen zurück: Kritik an Enthüllungsbuch

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min

Klartext aus Kalifornien: Herzogin Meghan (44) und Prinz Harry (41) wehren sich gegen ein neues Enthüllungsbuch vom Autor Tom Bower. Nachdem The Times Auszüge aus dem Werk "Betrayal: Power, Deceit and the Fight for the Future of the Royal Family" vorab veröffentlicht hat, meldete sich ein Sprecher des Herzogspaares zu Wort und holte aus. Gegenüber dem Magazin People warf er dem Autor eine ungesunde Fixierung und das Streuen von Verschwörungserzählungen über die Sussexes vor: "Bowers Äußerungen haben längst die Grenze zwischen Kritik und Besessenheit überschritten." Das Buch stellt laut Vorabdruck-Berichten ihre Ehe, ihre Finanzen und ihr Verhältnis zur königlichen Familie infrage. Auch die von Harry gegründeten "Invictus Games" geraten in dem Auszug ins Visier – eine Darstellung, gegen die sich die verantwortliche Stiftung entschieden wehrt.

Der Sussex-Sprecher sagt weiter: "Das ist jemand, der öffentlich erklärt hat: 'Die Monarchie hängt in der Tat davon ab, die Sussexes aus unserem Lebensbereich zu tilgen', eine Wortwahl, die für sich selbst spricht." In den von The Times gedruckten Passagen rekonstruiert Tom (†86) Spannungen zwischen den Sussexes und den Royals und behauptet unter anderem, Königin Camilla (78) habe einer Freundin erzählt, Meghan habe Harry "gehirngewaschen". Der Buckingham Palast lehnte auf Anfrage von People eine Stellungnahme ab, da er dies nie bei Biografien tut. Außerdem wird suggeriert, die "Invictus Games" letztes Jahr in Kanada seien von Meghans Auftritten überlagert gewesen – und es werden sogar die Verletzungen mancher Teilnehmer infrage gestellt.

Die "Invictus Games"-Stiftung wies das entschieden zurück: "Es ist enttäuschend zu sehen, dass The Times einem Kommentar so viel Raum einräumt, der offenbar eher von einer seit langem bestehenden Agenda als von einem echten Verständnis der 'Invictus Games' und der Gemeinschaft, die sie unterstützen, geprägt ist", erklärte der Sprecher in einer Stellungnahme. Man betonte, die Spiele dienten "der Genesung und Rehabilitation verwundeter, verletzter und erkrankter Dienstangehöriger und Veteranen weltweit". Versuche, die Legitimität von Teilnehmenden zu bestreiten oder Leiden wie PTSD zu schmälern, seien "zutiefst respektlos". "Der Fokus sollte dort bleiben, wo er hingehört – auf Mut, Genesung und Kameradschaft derjenigen, die gedient haben."

Harry hatte die Invictus Games 2014 ins Leben gerufen, um einen sportlichen Rahmen für die Rehabilitation von Veteranen und aktiven Soldatinnen und Soldaten zu schaffen. Die nächsten Spiele sind für 2027 in Birmingham geplant. Tom Bower veröffentlichte bereits 2022 mit "Revenge" ein scharfes Buch über das Paar. Meghan und Harry traten 2020 von ihren royalen Pflichten zurück und leben inzwischen in den USA. Gemeinsam ziehen sie ihre zwei Kinder, Prinz Archie (6) und Prinzessin Lilibet (4), groß. Abseits öffentlicher Debatten zeigen sich der ehemalige Royal und die Schauspielerin bei Projekten mit sozialem Fokus häufig als Team, besonders wenn es um die Unterstützung von Veteranen, Gesundheit und Familienleben geht.

Prinz Harry und Herzogin Meghan auf Schloss Windsor
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Prinz Harry und Herzogin Meghan auf Schloss Windsor
Bei der World Mental Health Day Gala in New York: Meghan und Prinz Harry von der Archewell Foundation
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Bei der World Mental Health Day Gala in New York: Meghan und Prinz Harry von der Archewell Foundation
Prinz Harry und Meghan, Herzogin von Sussex, bei den Invictus Games in Sydney, 27. Oktober 2018
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Prinz Harry und Meghan, Herzogin von Sussex, bei den Invictus Games in Sydney, 27. Oktober 2018
Herzogin Meghan und Prinz Harry, September 2023
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Herzogin Meghan und Prinz Harry, September 2023
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