BTS-Konzert: Polizei stoppt Fans mit Schockern und Waffen
Bei der "BTS Comeback Live"-Show in Seoul am 21. März kam es zu mehreren Zwischenfällen an den Sicherheitsschleusen, bei denen die Polizei Besucher mit potenziell gefährlichen Gegenständen aufgriff. Laut Korea Daily wurde unter anderem eine 55-jährige Frau namens Kwon beim Passieren eines Metalldetektors in der Nähe des Kyobo Life Buildings im Stadtteil Jongno-gu gestoppt. Bei ihr wurden eine Gaswaffe und ein Taser entdeckt. Sie wurde auf eine nahegelegene Polizeiwache gebracht.
Die festgenommene Frau erklärte gegenüber den Beamten, dass sie die Gegenstände zu ihrer persönlichen Sicherheit bei sich trage, da sie seit sechs Jahren in einen Rechtsstreit nach einem Betrug verwickelt sei. Sie sei auf dem Weg gewesen, um einen Anwalt in einem benachbarten Gebäude zu treffen. Die Polizei prüft derzeit, ob ihre Selbstverteidigungsgegenstände legal genehmigt waren. An einem weiteren Kontrollpunkt wurde einem 45-jährigen deutschen Touristen ein zusammenklappbares Campingmesser abgenommen, das er nach eigenen Angaben üblicherweise in seinem Rucksack trägt. Der deutsche Tourist zeigte sich überrascht über die strengen Sicherheitsmaßnahmen und erklärte gegenüber Korea Daily: "Ich verstehe, dass es die Regel ist, aber es ist ungewöhnlich, so strenge Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt zu erleben." Auch andere Besucher wurden laut der Zeitung kurzzeitig gestoppt, weil sie kleine Messer oder Obstschäler im Rucksack hatten, mit denen sie nach eigenen Angaben unterwegs Früchte schneiden wollten. Nach einer Überprüfung ihrer Identität durften sie weiterziehen, ihre Schneidewerkzeuge blieben jedoch beschlagnahmt.
BTS locken regelmäßig Fans aus aller Welt an. Bei ihren Konzerten herrschen stets intensive Sicherheitsvorkehrungen. Die Behörden erinnern Fans daher regelmäßig daran, nur erlaubte Gegenstände mitzunehmen und scharfe oder potenziell gefährliche Alltagshelfer zu Hause zu lassen. Beim heiß ersehnten BTS-Comeback nach vierjähriger Pause wurde ein besonders großer Andrang erwartet, was die strengen Kontrollmaßnahmen erklärt. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt und mehrere Kontrollpunkte eingerichtet, um rund um das Großevent der K-Pop-Superstars eine maximale Sicherheit zu erzielen. Laut der Nachrichtenagentur AFP waren dabei rund 15.000 Polizisten und Sicherheitskräfte im Einsatz.








