"Jerks"-Produktion distanziert sich von Christian Ulmen
Nach den schweren Vorwürfen, die Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) erhoben hat, meldet sich nun die Produktionsfirma Pyjama Pictures, die unter anderem zwei Staffeln der Comedyserie "Jerks" realisiert hatte, öffentlich zu Wort. Das Unternehmen, das Christian vor rund sechs Jahren gemeinsam mit Produzent Carsten Kelber und ProSiebenSat.1 gegründet hatte, zeigt sich in einem Statement auf Instagram tief erschüttert über die Anschuldigungen gegen den Schauspieler. "Wir, die Kolleginnen und Kollegen der Pyjama Pictures GmbH, sind zutiefst schockiert und entsetzt über die Vorwürfe gegen Christian Ulmen. Von den beschriebenen Ereignissen hatten wir bis gestern keine Kenntnis", heißt es in dem Beitrag. Die Firma distanziert sich damit deutlich von ihrem Mitgründer.
Trotz der geltenden Unschuldsvermutung werden bereits konkrete Schritte eingeleitet. "Auch wenn die Unschuldsvermutung gilt, sind wir zum Schutz der Firma bereits mit Christian Ulmen im Gespräch, seine Gesellschafteranteile zurückzugeben. Bereits seit Mai 2023 ist er nicht mehr in der Geschäftsführung der Pyjama Pictures. Darüber hinaus sind keine weiteren Projekte mit Christian Ulmen als Showrunner in Planung", erklärt das Team weiter. Die Produktionsfirma stellt sich zudem klar an die Seite von Collien: "Unsere ganze Loyalität und Empathie gilt Collien Fernandes sowie allen Opfern von sexuellem, physischem sowie emotionalem Missbrauch. Wir verurteilen Gewalt jeglicher Natur – analog oder digital."
Collien hatte Christian laut dem Magazin Der Spiegel unter anderem wegen Anmaßung des Personenstands, öffentlicher Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholter Körperverletzung im familiären Näheverhältnis und schwerer Bedrohung in Spanien angezeigt. Besonders erschütternd: Die Moderatorin soll über zehn Jahre Opfer von Identitätsdiebstahl gewesen sein. Erst Jahre später habe sie herausgefunden, dass ihr damaliger Ehemann dahintersteckte. Christians aktuelles Anwaltsteam erklärte gegenüber dem Presseportal: "Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig." Für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Joyn hatte die Serie "Jerks", in der die beiden ein geschiedenes Ehepaar spielten, bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus der Mediathek entfernt.






