Trotz Warnsignalen: Mette‑Marit blieb mit Epstein in Kontakt

Trotz Warnsignalen: Mette‑Marit blieb mit Epstein in Kontakt

- Promiflash Redaktion
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Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat im Interview mit dem norwegischen Sender NRK weitere Details über ihre Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) offenbart. Die norwegische Royal schilderte darin eine beunruhigende Situation während ihres Aufenthalts in Palm Beach im Januar 2013, als Jeffrey am letzten Tag ihres Besuchs überraschend aufgetaucht sei. "Es entstand eine Situation, die mich so unsicher machte, dass ich zuhause Haakon anrief", erklärte Mette-Marit gegenüber NRK. Trotz dieses Vorfalls hielt sie noch etwa eineinhalb Jahre lang sporadisch Kontakt zu dem US-Amerikaner, der 2019 in einem New Yorker Gefängnis verstarb.

Die Kronprinzessin beschrieb Jeffrey als manipulativen Menschen, der ihre Freundschaft zu einem gemeinsamen Bekannten ausnutzte. "Ich hatte noch eine ganze Weile nach diesem Vorfall Kontakt mit ihm. Das lag wohl daran, dass er so manipulativ war und dass er die Tatsache nutzte, dass wir einen gemeinsamen Freund hatten", sagte Mette-Marit. Bei dem gemeinsamen Freund handelt es sich um Boris Nikolic, einen früheren Berater von Microsoft-Gründer Bill Gates (70). Sie habe Jeffrey als fürsorglich gegenüber diesem Freund erlebt, was sie dazu veranlasst habe, länger Kontakt zu halten, als sie eigentlich wollte. Aus veröffentlichten E-Mails geht hervor, dass die Royal Jeffrey in den Wochen nach dem Palm-Beach-Besuch zum Geburtstag gratulierte und im Mai 2013 für einen geplanten New-York-Besuch im Juni schrieb: "Ich will dich gerne sehen" und "Du musst vielleicht mit mir shoppen gehen." Diese Shopping-Tour kam nach Angaben des Hofes jedoch nicht zustande.

In Epsteins E-Mails finden sich aber auch im späteren Verlauf des Jahres 2013 noch Mails von Mette sowie Einträge zu einem Besuch inklusive eines gemeinsamen Frühstücks im September mit der Kronprinzessin. Auch aus dem Jahr 2014 lässt sich in den veröffentlichten Akten noch ein Mailaustausch zwischen Mette-Marit und Epstein einsehen. Darin fragt Epstein Mette am 14. Januar, ob er sie in New York sehen werde, worauf diese ihm antwortet: "Ich denke, Dienstag wird sich machen lassen."

Mette-Marit hatte in dem emotionalen Fernsehinterview betont, erst 2019 von Jeffreys Verurteilung als Sexualstraftäter erfahren zu haben. Zuvor habe sie jedoch Gerüchte gehört, dass er "keine gute Person" sei, was sie zusammen mit anderen Faktoren dazu bewogen habe, die Verbindung zu ihm abbrechen zu wollen. Dass sie schon viel früher von seiner Verurteilung wusste, lässt eine Mail vom Oktober 2011 vermuten: Darin gestand Mette-Marit gegenüber Epstein, sie habe Nachforschungen betrieben. "Ich habe dich nach der letzten E-Mail gegoogelt. Stimme zu, es sieht nicht besonders gut aus :)". Das norwegische Königshaus verwies nach dem Interview auf mehrere Anfragen der Zeitung VG lediglich auf die Antworten, die Mette-Marit bereits im NRK-Interview gegeben hatte. Die Royal steht seit Bekanntwerden ihrer Kontakte zu dem berüchtigten Geschäftsmann massiv in der Kritik und sieht sich mit zahlreichen kritischen Reaktionen in den sozialen Medien konfrontiert.

Besuch von Kronprinzessin Mette-Marit an der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße, Berlin, 09.11.2023
Imago
Besuch von Kronprinzessin Mette-Marit an der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße, Berlin, 09.11.2023
Mette-Marit beim Staatsbesuch in Norwegen
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Mette-Marit beim Staatsbesuch in Norwegen
Prinzessin Mette-Marit bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Maria Corina Machado im Rathaus von Oslo
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Prinzessin Mette-Marit bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Maria Corina Machado im Rathaus von Oslo
Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
U.S. Department of Justice, DOJ
Jeffrey Epstein auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
Glaubt ihr, Mette‑Marit wusste wirklich erst 2019 von Epsteins Verurteilung?