Russell Brands Prozess wegen Sexualstraftaten verschoben
Russell Brand (50) muss länger auf den Beginn seines Strafprozesses warten: Das Verfahren gegen den britischen Schauspieler und Comedian wegen schwerer Sexualstraftaten ist jetzt kurzfristig verschoben worden. Statt wie ursprünglich geplant im Juni soll der Prozess nun am 12. Oktober am Southwark Crown Court in London starten, wie Mirror berichtet. Dem 50-Jährigen werden drei Vergewaltigungen, drei sexuelle Übergriffe sowie ein Fall von unsittlicher Berührung vorgeworfen, die sich laut Anklage zwischen 1999 und 2009 ereignet haben sollen. Insgesamt sechs Frauen erheben diese Vorwürfe, die Russell jedoch vollständig zurückweist.
Die Verschiebung erklärte Richter Bennathan laut Mirror damit, dass ein Prozessbeginn im Juni zeitlich kaum zu bewältigen gewesen wäre. Zudem könnte sich die Suche nach geeigneten Geschworenen während der Sommerferien als schwierig erweisen. Während das Verfahren ursprünglich auf etwa fünf Wochen angesetzt war, rechnen die Beteiligten nun mit einer Dauer von rund zwei Monaten. Russell selbst war bei der Anhörung am Montag nicht persönlich anwesend, sondern ließ sich von seinem Anwalt Ian Winter vertreten.
In früheren Anhörungen hatte Russell seine Unschuld betont und auf nicht schuldig plädiert. Inzwischen sind jedoch weitere Vorwürfe hinzugekommen, woraufhin der Komiker zunächst auf Kaution freigelassen wurde. Trotz der Verschiebung wurde nun eine Vorverhandlung für den 16. und 17. Juni angesetzt, wie Mirror berichtet. In diesen Terminen könnten vor allem organisatorische Fragen geklärt und der Ablauf des späteren Hauptverfahrens konkret vorbereitet werden. Wie sich der Fall in den kommenden Monaten entwickelt und welche neuen Details möglicherweise noch vor Gericht verhandelt werden, ist derzeit noch offen.






