Trennungsjahr: Für Jochen Schropp eilt die Scheidung nicht
Fast ein Jahr nach dem Ehe-Aus mit Norman Kühle ist bei Jochen Schropp (47) von Scheidungspapieren noch keine Spur. Der Moderator und Schauspieler, bekannt aus "Rosamunde Pilcher" und als Gesicht von Promi Big Brother, hatte 2018 öffentlich gemacht, homosexuell zu sein. 2022 heiratete er Norman standesamtlich in Berlin, gefeiert wurde anschließend in Südafrika. Im April 2025 folgte dann das Beziehungsende. Auf die Frage, ob er inzwischen geschieden sei, gibt Jochen im BILD-Interview eine klare Antwort: "Nein. Wir haben die Scheidung auch noch nicht eingereicht. Norman arbeitet gerade in Amerika. Ich finde einfach, dass es im Moment nicht der richtige Zeitpunkt ist, sich damit auseinanderzusetzen." Mit dem formalen Verheiratetsein auf dem Papier habe er sich nach eigener Aussage überhaupt nicht befasst – es beeinflusse ihn schlicht nicht.
Dass das vergangene Jahr alles andere als leicht war, gibt Jochen rückblickend offen zu. Nach der Trennung habe er sich in einen regelrechten Arbeitssog gestürzt: "Ich merke jetzt erst, wie unausgeglichen ich letztes Jahr war und wie schlecht es mir mit der Trennung ging", erklärt er. Sein Terminkalender sei vollgepackt gewesen, er habe eigene Grenzen ignoriert und sich möglicherweise "im Verdrängungsmodus" befunden. Dazu kam eine lockere Urlaubsbekanntschaft in Südafrika, die sich als belastend erwies, weil die betreffende Person seine Grenzen immer wieder überschritten habe – aus dieser Verbindung habe er sich jedoch "zum Glück relativ schnell wieder lösen" können. Anfang 2026 begann er schließlich eine Therapie, um sowohl die Trennung von Norman als auch dieses Abenteuer aufzuarbeiten.
Parallel zu dieser emotional turbulenten Zeit stand Jochen auch beruflich vor einer besonderen Aufgabe: Für das ZDF drehte er den Film "Baumgeflüster", den ersten queeren Herzkino-Stoff des Senders. Ihm gefällt daran besonders, dass es – wie in jeder romantischen Komödie – vor allem um Missverständnisse geht und nicht darum, dass die beiden Hauptfiguren schwul sind. Ganz ausblenden kann der Moderator den Einfluss seiner eigenen Geschichte auf seinen Beruf aber nicht. Er bezeichnet es als "traurig", dass sich bis heute nur wenige Profisportler öffentlich outen, und kann nachvollziehen, dass ein Coming-out im Job Druck erzeugen kann. Auch bei ihm selbst habe das Folgen gehabt: "Mein Coming-out hat mich schauspielerisch sicherlich eingeschränkt. Ich habe früher weitaus mehr heterosexuelle Rollen-Anfragen bekommen, als es danach der Fall war", sagt Jochen.








