Tiger Woods bestreitet Schuld nach Festnahme wegen Drogen
Tiger Woods (50) hat sich vor Gericht in Florida zu den Vorwürfen nach seinem Unfall auf Jupiter Island geäußert. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die unter anderem CNN vorliegen, weist Tiger die Vorwürfe der Trunkenheit am Steuer zurück. Der 50-Jährige war Ende März in seinem Land Rover verunglückt, als sein Wagen nach einem riskanten Überholmanöver auf die Seite kippte. Am Unfallort wurden zwei Schmerztabletten in seiner Hosentasche gefunden, zudem stellten die Beamten deutliche Anzeichen einer Beeinträchtigung durch Substanzkonsum fest. Trotzdem verweigerte Tiger im Anschluss im Gefängnis eine angeordnete Urinprobe – und muss sich nun wegen Fahrens unter Einfluss, Sachbeschädigung und Verweigerung eines Drogentests vor Gericht verantworten.
Die Ermittlungsdokumente zeichnen ein detailreiches Bild des Vorfalls. Demnach soll Tiger eine doppelt durchgezogene Fahrbahnlinie ignoriert und ein Fahrzeug mit Anhänger überholt haben. Dabei touchierte er den Anhänger, sein SUV kam ins Schlingern und schließlich auf der Seite zum Liegen. Ein anderer Fahrer half ihm aus dem umgestürzten Wagen. Ein Sheriff-Stellvertreter beschrieb ihn laut People mit blutunterlaufenen Augen und "extrem geweiteten Pupillen". Sheriff John Budensiek sagte bei einer Pressekonferenz, Tiger sei "am Einsatzort lethargisch" gewesen und habe "Anzeichen einer Beeinträchtigung" gezeigt. Der Haftvermerk hält fest, dass seine "normalen Fähigkeiten beeinträchtigt" gewesen seien und er den Nüchternheitstest nur sitzend und mit mehreren Fehlern absolvierte. Tiger gab den Beamten an, er habe mehr als 20 Operationen am Bein und mehrere Rückeneingriffe hinter sich, weshalb er körperlich nicht jeden Test mitmachen könne. Sein Führerschein wurde vorläufig entzogen.
Tiger gilt als einer der erfolgreichsten Golfer der Geschichte. 1975 in Kalifornien geboren, galt er schon als Kind als Ausnahmetalent. 1997 gewann er erstmals das Masters Tournament und dominierte in den folgenden Jahren den Golfsport. Seine Laufbahn verlief jedoch nicht geradlinig. Verletzungen, Operationen und private Turbulenzen führten zu wiederholten Pausen und Leistungseinbrüchen. Dennoch gelang ihm mehrfach das Comeback, darunter der vielbeachtete Sieg beim Masters 2019. Privat ist Tiger Vater von zwei Kindern. Über sein aktuelles Familienleben äußert er sich selten öffentlich.






