Vom Palast ins Rampenlicht: Prinz Harrys Kampf um Relevanz

Vom Palast ins Rampenlicht: Prinz Harrys Kampf um Relevanz

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min

Seit März 2020 hat Prinz Harry (41) seine royalen Pflichten hinter sich gelassen und lebt seitdem mit Ehefrau Herzogin Meghan (44) und den gemeinsamen beiden Kindern in Kalifornien. Auf dem DealBook Summit 2024 sprach der Herzog von Sussex offen über sein neues Leben in den USA und zeigte sich begeistert von seinem Alltag fernab der royalen Pflichten - das berichtet das Magazin Hello!. "Ich genieße es sehr, hier zu leben und meine Kinder hier großzuziehen", erklärte er. Es sei ein Leben, das er sich nie vorgestellt habe, aber er sei überzeugt, dass es das Leben sei, das seine Mutter Diana für ihn gewollt hätte. In Amerika könne er Dinge mit seinen Kindern tun, die in Großbritannien undenkbar gewesen wären, betonte Harry.

Karrieretechnisch hat sich der 41-Jährige seit seinem Rückzug aus dem britischen Königshaus vielfältig aufgestellt. Neben seiner Arbeit für die Invictus Games, die er 2014 noch als arbeitendes Mitglied der Royals ins Leben gerufen hatte, und seinen wohltätigen Projekten wie WellChild ist er als Chief Impact Officer bei BetterUp tätig. Gemeinsam mit Meghan schloss er 2020 Deals mit Netflix und Spotify ab, wobei die Zusammenarbeit mit dem Streamingdienst Spotify 2023 wieder beendet wurde. Bei Netflix hat Harry bereits mehrere Projekte als ausführender Produzent betreut, darunter die Dokumentarserien "Heart of Invictus" und "POLO". Aktuell arbeitet das Paar an einem weiteren Polo-Projekt, einem Drama, das erstmals im März angekündigt wurde.

Doch während Harry, der Afrika seine "zweite Heimat" nennt, in Kalifornien sein neues Leben aufbaut, sieht Krisen- und Reputationsberater Mark Borkowski den Royal in einer schwierigen Phase. Gegenüber dem Magazin Hello! erklärte der Experte, dass Harrys Vermächtnis durch die Invictus Games bereits gesichert sei – alles andere, von Hollywood-Deals bis hin zu Streaming-Inhalten, bezeichnete er als "Nebenshow". Nach dem Hype um Harrys Memoiren "Spare", die 2023 erschienen, befinde sich der Prinz nun in einer "Post-Hype-Phase". "Er kämpft nicht mehr wirklich gegen den Palast", analysierte Mark. "Er kämpft gegen Bedeutungslosigkeit – und das ist ein weitaus gnadenloserer Gegner."

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Kämpft Harry wirklich – wie der Experte meint – gegen Bedeutungslosigkeit?