Zoff ums Geld: "The Summer I Turned Pretty" in der Krise
Die beliebte Amazon-Serie "The Summer I Turned Pretty" (übersetzt: Der Sommer, als ich schön wurde) wird mit einem Kinofilm fortgesetzt, doch hinter den Kulissen sorgt die Gage der Stars für heftige Diskussionen. Lola Tung (23), Christopher Briney (28) und Gavin Casalegno (26) werden wieder in den Hauptrollen zu sehen sein, wenn die Dreharbeiten Ende April starten. Trotz des enormen Erfolgs der dritten Staffel, die in den ersten 70 Tagen rund 70 Millionen Zuschauer weltweit erreichte, bleiben die Gagen der Darsteller offenbar deutlich hinter den Erwartungen zurück. Wie das Branchenmagazin Deadline berichtet, erhalten die Schauspieler für den Film lediglich das Dreifache ihrer Gage aus der dritten Staffel – was bei etwa 100.000 US-Dollar (umgerechnet 87.077 Euro) pro Episode ein Filmhonorar von "nur" 300.000 Dollar (umgerechnet 261.233 Euro) bedeuten würde.
Die Gehaltsverhandlungen gestalteten sich bereits im Vorfeld kompliziert. Ursprünglich sollen die Stars zwischen 35.000 und 40.000 Dollar (umgerechnet 34.831 Euro) pro Folge erhalten haben, bevor sie mit steigender Popularität der Serie eine Erhöhung aushandelten. Doch an die Gehaltserhöhung war eine Bedingung geknüpft: Mehr Geld sollte es nur geben, wenn sie sich auch für den geplanten Film verpflichten. Quellen aus der Branche berichten, dass sich einige der Hauptdarsteller dadurch "gezwungen" fühlten, die geänderten Bedingungen zu akzeptieren, da ihre Gehaltserhöhungen sonst in Gefahr gewesen wären. Besonders frustrierend sei für viele gewesen, dass es weder Bonuszahlungen noch nachträgliche Anpassungen der ursprünglichen Verträge gab, obwohl sie mit Promo-Touren und ihrem Einsatz erheblich zum Erfolg der Serie beigetragen hätten.
"The Summer I Turned Pretty" ist längst zu einer der erfolgreichsten Produktionen von Amazon Prime geworden und machte die Hauptdarsteller über Nacht zu gefeierten Streaming-Stars. Doch die Debatte um die Bezahlung ist kein Einzelfall in der Streaming-Branche. Auch die Stars der Netflix-Serie Outer Banks mit Madelyn Cline (28) und Chase Stokes (33) gingen laut Deadline vor der fünften Staffel in Gehaltsverhandlungen, nachdem die Abenteuerserie immer erfolgreicher wurde. Ihr Bestreben soll jedoch ebenfalls weitgehend ins Leere gelaufen sein – stattdessen erhielten sie angeblich nur einmalige Bonuszahlungen. Die Fälle zeigen, wie schwierig es für Schauspieler offenbar ist, trotz des wachsenden Erfolgs ihrer Serien zu ihrer eigenen Zufriedenheit am finanziellen Gewinn beteiligt zu werden.






