"Immer da": Harald Glööckler offenbart seine Depressionen

"Immer da": Harald Glööckler offenbart seine Depressionen

- Marina Birner
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Harald Glööckler (60) hat mit Moderatorin Marlene Lufen (55) tiefe Einblicke in sein Seelenleben gegeben. Der Designer, der gerade 60 Jahre alt geworden ist, sprach im Podcast "M wie Marlene" offen über seine Depressionen und machte deutlich: "Sie sind immer da." Die Wurzeln für dieses anhaltende Leiden sieht Harald in seiner Kindheit, die von Gewalt und Missbrauch geprägt war. Der Tiefpunkt: Er musste als Kind den gewaltsamen Tod seiner Mutter miterleben. Obwohl er die traumatischen Ereignisse für sich "abgehakt" habe, wie er im Gespräch verriet, bleibe eine vollständige Versöhnung mit der Vergangenheit aus. "Ich habe meinen Eltern bis heute nicht verziehen, nicht zu 100 Prozent", gestand der Modeschöpfer.

Die frühen Wunden zeigen sich heute in Form von unerbittlicher Selbstkritik. Harald räumte ein, dass er lernen müsse, pfleglicher mit sich selbst umzugehen – ein ungewöhnlich verletzliches Eingeständnis für den sonst so perfektionistisch auftretenden Exzentriker, der sich im Luxus regelrecht suhlt. Zugleich sprach er über sein aktuelles Leben und stellte klar, dass ein Partner in seinem Lebensentwurf derzeit keinen Platz findet. "Ich möchte nicht eingeengt werden", erklärte er. Trotz seines öffentlichen Ruhms beschrieb sich der Designer selbst als scheuen Menschen, der seine Ruhe haben möchte. "Aber das habe ich mir ja selbst vergeigt", räumte er mit einem Schmunzeln ein.

Auch mit der Reality-TV-Landschaft rechnete Harald, der offen zu seinen Beauty-Eingriffen steht, ab, obwohl er selbst Formate wie das Dschungelcamp oder Promi Big Brother absolviert hat. Sein Urteil über die heutige Generation der TV-Selbstdarsteller fiel vernichtend aus: "Die meisten heute haben keinen Stil, keine Klasse und eigentlich auch nichts erreicht." Er betonte, sich nie an den üblichen "Spielchen" oder hämischen Lästereien beteiligt zu haben, da er dies schlicht "nicht nötig" habe. Derartige Verhaltensweisen würden einen nur "mitbeschmutzen", so seine Überzeugung. Es ist die Absage eines Mannes, der zwar im Rampenlicht steht, sich aber nach einer Welt sehnt, in der Haltung mehr zählt als kurzfristige Einschaltquoten.

Harald Glööckler im Jahr 2024
Getty Images
Harald Glööckler im Jahr 2024
Marlene Lufen im April 2025
Instagram / marlenelufen
Marlene Lufen im April 2025
Harald Glööckler im Jahr 2012
Getty Images
Harald Glööckler im Jahr 2012
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