Lungenkrankheit zu sehr inszeniert? Kritik an Mette-Marit
Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) sorgt derzeit für hitzige Debatten in ihrer Heimat. Im April 2026 erschien sie bei offiziellen Terminen mit einer Nasenkanüle zur Atemunterstützung – das erste Mal, dass sie bei royalen Auftritten auf sichtbare Sauerstoffzufuhr angewiesen war. Ein Adjutant von Kronprinz Haakon (52) trug dabei eine kleine schwarze Tasche, die das Atemgerät enthielt. Die Bilder gingen durch die norwegischen Medien und lösten eine gespaltene öffentliche Diskussion aus: Handelt es sich schlicht um notwendige medizinische Versorgung oder steckt dahinter ein bewusster PR-Schachzug des Königshauses?
Kritische Stimmen machen ihrer Skepsis vor allem in sozialen Medien Luft. Kommentator und Podcast-Host Ole Asbjørn Ness schrieb auf Facebook: "Das ist lustig. Ich kriege davon wirklich Atemprobleme, wie lustig das ist. Wenn das Königshaus und die Kronprinzessin ernst genommen werden wollen, können sie damit anfangen, sich ernsthaft zu verhalten. Als Realityshow bekommen sie 12 von 10 möglichen Punkten." Influencerin Sunniva Tillson äußerte sich gegenüber Nettavisen noch deutlicher und bezeichnete den Auftritt als "das Peinlichste, was ich in den letzten fünf Jahren gesehen habe", weil es "zu offensichtlich" wirke, als solle der Einsatz der Atemmaske zufällig erscheinen. Auf der anderen Seite widersprechen Mediziner und Patientenvertreter solchen Einschätzungen entschieden. Magne Wang Fredriksen, Generalsekretär der norwegischen Herz-, Lungen- und Schlaganfallorganisation LHL, schrieb in einem ausführlichen Beitrag in Aftenposten: "Ich reagiere darauf, dass etwas so Grundlegendes wie der Bedarf an Sauerstoff zur Frage der Strategie gemacht wird. Für Menschen mit Lungenerkrankungen geht es dabei nicht um PR, sondern darum, genug Luft zum Funktionieren zu bekommen."
Mette-Marit leidet seit Jahren an Lungenfibrose, einer chronischen Erkrankung, bei der Lungengewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt wird, was die Sauerstoffaufnahme im Blut stetig verschlechtert. Ihre Diagnose machte das Königshaus bereits 2018 öffentlich. Im Dezember 2025 wurde bekannt, dass sich eine Lungentransplantation möglicherweise nähert und entsprechende Vorbereitungen laufen. Dieser Schritt des Palastes, die Erkrankung der Öffentlichkeit zu kommunizieren, stand damals bereits im Verdacht, im Zusammenhang mit der Freigabe von Jeffrey Epstein-Akten in den USA zu stehen – Kommunikationsexperten hatten das Timing auffällig gefunden. Sowohl der Palast als auch Mette-Marits behandelnder Lungenarzt wiesen einen solchen Zusammenhang jedoch entschieden zurück.








