Warum fehlen Martin und Emilio in Charlie Sheens Doku?

Warum fehlen Martin und Emilio in Charlie Sheens Doku?

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min

Charlie Sheen (60) spricht jetzt offen darüber, warum ausgerechnet seine berühmtesten Familienmitglieder in seiner Netflix-Doku fehlen. Bei einer Diskussionsrunde zur zweiteiligen Produktion "aka Charlie Sheen", die Platz eins in den Netflix-Charts ergattern konnte, erklärte der Schauspieler laut dem Magazin People, warum Vater Martin Sheen (85) und Bruder Emilio Estevez im Film nicht zu Wort kommen. Mit auf dem Podium war auch Regisseur Andrew Renzi, der die Hintergründe zur prominenten Familienentscheidung mit dem Publikum teilte. So wurde schnell klar: Die Doku ist Charlies Bühne – und genau so sollte es bleiben.

Charlie erzählte, dass Martin den Film gesehen habe und stark berührt gewesen sei. "Er hat gelacht, er hat geweint, er war total dabei", sagte der Schauspieler bei der Diskussionsrunde über die Reaktion seines Vaters auf die Doku. Danach habe Martin ihm gesagt: "Ich bin lieber jung und gutaussehend in diesem Film als dieser Typ jetzt. Du brauchst diesen alten Kerl nicht in deinem Film." Andrew erklärte zudem Emilios Absage: "Er wollte, dass Charlie das Projekt ganz für sich hat. Es war einfach Charlies Moment", sagte der Regisseur. Charlie ergänzte: "Er fand, es seien meine Geschichten, die ich erzählen sollte." Laut Andrew spielte bei Martins Entscheidung, nicht in der Doku aufzutreten, auch Schutz eine Rolle: "Wenn das schiefgeht, muss ich an der Seite meines Sohnes stehen ... Wenn ich in der Doku bin, kann ich das nicht, weil ich dann mitschuldig wäre", gab der Filmemacher Martins Haltung wieder. In "aka Charlie Sheen" kommen dafür andere Stimmen zu Wort: Denise Richards (55), Heidi Fleiss (60), Jon Cryer (61), Sean Penn (65), Ramon Estevez, Brooke Mueller (48), Chris Tucker (54) und Charlies früherer Drogendealer Marco.

Die Doku zeichnet Charlies Weg mit offenen Worten nach – von der Kindheit in Malibu bis zum Leben als Mega-Star der 80er und 90er und den späteren Abstürzen. Der Schauspieler, der seit einigen Jahren nüchtern ist, spricht darin nicht nur über Exzesse, sondern auch über Familie und Nähe. Das Familienband wird in dem Film deutlich spürbar: Charlies Bruder Ramon erinnert sich in der Doku an die unkonventionelle Erziehung auf Reisen mit dem Vater. "Mein Vater machte immer sehr klar, dass er uns alle bei seiner Arbeit dabeihaben wollte. Er wollte nicht, dass das Familienleben darunter leidet", sagt er in "aka Charlie Sheen". Und weiter: "Ich fand, wir hatten unglaubliches Glück, mitkommen zu dürfen." Nun dürfen auch die Zuschauer mitkommen – und sich selbst ein Bild von Charlies Leben machen.

Charlie Sheen und Martin Sheen im August 2006
Getty Images
Charlie Sheen und Martin Sheen im August 2006
Schauspieler Martin Sheen
Matt Winkelmeyer/Getty Images
Schauspieler Martin Sheen
Charlie Sheen bei der Premiere von "aka Charlie Sheen" im September 2025
Getty Images
Charlie Sheen bei der Premiere von "aka Charlie Sheen" im September 2025
War Martins Rückzug aus der Doku die richtige Entscheidung?