Billie Eilish spricht offen über Tourette-Syndrom und Tics
Billie Eilish (24) hat sich in einer neuen Podcast-Folge so offen wie selten zuvor über ihr Leben mit dem Tourette-Syndrom geäußert. Im Podcast "Good Hang" von Schauspielerin Amy Poehler (54) sprach die Sängerin ausführlich darüber, wie viel Kraft es sie täglich kostet, ihre Tics vor der Kamera zu unterdrücken. Vor allem in Interviews müsse sie sich enorm konzentrieren: "Wenn ich in einem Interview bin, tue ich alles in meiner Macht stehende, um alle meine Tics ständig zu unterdrücken", erklärte sie. "Und sobald ich den Raum verlasse, muss ich sie alle rauslassen."
Besonders frustrierend findet Billie, dass viele Menschen das Tourette-Syndrom falsch verstehen. Manche zweifelten sogar daran, dass sie überhaupt daran leide – weil sie ihre Tics gut unterdrücken könne oder weil ihre Tics nicht dem gängigen Klischee entsprächen. Dabei habe sie ständig Tics in Knien, Ellenbogen und Händen, die meist einfach niemandem auffallen. Dass jemand sie während eines Tic-Anfalls besorgt frage, ob alles in Ordnung sei, empfindet sie als unnötig: "Das ist für mich völlig normal." Ihre Tics beschrieb sie als "aufdringliche Gedanken, aber dein Mund muss sie laut aussprechen." Zudem betonte sie, dass nicht alle Menschen mit Tourette die Möglichkeit hätten, ihre Tics überhaupt zu unterdrücken – ein Fakt, den viele nicht wahrnähmen, so das Magazin People.
Das Interview war nicht das erste Mal, dass Billie in dem Podcast von Amy offen über persönliche Erfahrungen gesprochen hat. Bereits zuvor hatte sie darin von ihrem ersten und einzigen Medientraining im Alter von 14 Jahren erzählt, das sie zu Tränen gebracht hatte. Passend zur medialen Aufmerksamkeit rund um ihr Podcast-Gespräch startet am heutigen Freitag ihr Konzertfilm "Billie Eilish - Hit Me Hard And Soft: The Tour (Live in 3D)" in den Kinos.









