Das wurde aus Natascha Ochsenknechts Missbrauchspetition

Das wurde aus Natascha Ochsenknechts Missbrauchspetition

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min

In der Realityshow "Diese Ochsenknechts" stattet Natascha Ochsenknecht (61) der Politikerin Ricarda Lang (32) im Bundestag einen Besuch ab – und spricht dabei über ein Thema, das ihr schon lange am Herzen liegt: ihre Petition gegen Kindesmissbrauch. Die hatte sie bereits 2020 ins Leben gerufen und dafür rund eine halbe Million Unterschriften gesammelt. Trotz dieses beeindruckenden Ergebnisses ist es ihr bis heute nicht gelungen, die Petition offiziell zu übergeben. Als Grund für das Scheitern nennt Natascha vor allem ständig wechselnde politische Zuständigkeiten. "Ich habe es ja auch immer wieder probiert, immer wieder mit denen telefoniert", erklärt sie.

Doch jedes Mal, wenn sich personelle Veränderungen in der Politik ergaben, musste sie quasi von vorne beginnen. "Und dann stehst du da und musst eigentlich wieder von vorne anfangen. Und irgendwann hast du halt gemerkt: Das fruchtet halt gar nicht", so der Realitystar weiter. Ricarda Lang, die inzwischen im Petitionsausschuss tätig ist, entdeckte beim Lesen der Petition immerhin einige Lichtblicke: "Ich habe mich jetzt, als Natascha mir das geschickt hat und ich es durchgelesen habe, durchaus gefreut, dass es einige Punkte gab, an die man einen Haken machen konnte und wo man sagen kann: Da wurden die Gesetze geändert und die Strafverfolgung verschärft." Auf Anraten von Ricarda plant Natascha nun, gemeinsam mit einem Anwalt die noch offenen Punkte herauszuarbeiten und diese neu aufbereitet beim Petitionsausschuss einzureichen.

Motivation für die Petition war für Natascha von Anfang an ein sehr persönliches Erlebnis. Ihr Sohn Wilson Gonzalez Ochsenknecht (36) war als Sechsjähriger selbst Opfer von Missbrauch geworden – nur durch Nataschas Einsatz landete der Täter damals schließlich im Gefängnis. "Es ging damals um Wilson – im Freundeskreis Missbrauch durch den Vater einer Freundin von mir und solche Sachen. Und das wurde alles unter den Tisch gekehrt", erinnert sie sich. Mit der Petition wollte sie unter anderem härtere Strafen und ein Ende zu lasch angesetzter Verjährungsfristen erwirken.

Natascha Ochsenknecht im April 2026
Getty Images
Natascha Ochsenknecht im April 2026
Natascha Ochsenknecht, TV-Persönlichkeit
IMAGO / Panama Pictures
Natascha Ochsenknecht, TV-Persönlichkeit
Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Juni 2024
Getty Images
Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Juni 2024
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