

Waghalsiger Schritt: "House of the Dragon" bricht Tradition
Mit einem mutigen Schritt bricht House of the Dragon eine der bekanntesten Traditionen des Game of Thrones-Universums: Die dritte Staffel der Fantasyserie wird nicht mit einer großen Schlachtsequenz enden, sondern mit einer beginnen. Konkret handelt es sich dabei um die epische Seeschlacht in der Gullet – ein zentrales Ereignis im Targaryen-Bürgerkrieg, das viele Fans bereits aus der Buchvorlage "Feuer und Blut" kennen. Dem Branchenportal Screen Rant zufolge soll diese Seeschlacht bewusst aus dem Finale von Staffel 2 herausgehalten und an den Anfang der neuen Staffel gestellt worden sein. Los geht es am 22. Juni 2026 bei HBO Max – und auch bei WOW und Sky.
Damit stellt die Serie ihre gewohnte Dramaturgie gehörig auf den Kopf. Bislang bauten sowohl "Game of Thrones" als auch "House of the Dragon" ihre Staffeln so auf, dass politische Spannungen sich über Episoden hinweg aufschaukeln und in einem großen Schlachtfinale entladen. Man denke an Klassiker wie "Schwarzwasser" oder "Die Schlacht der Bastarde" in "Game of Thrones", die jeweils als neunte Folge einer Staffel fungierten. In Staffel 3 hingegen startet die Handlung nun direkt im Chaos des Bürgerkriegs – ohne langes Anlaufen. Dieses neue Erzähltempo könnte laut kino.de vor allem jene Fans ansprechen, die das vergleichsweise schleppende Erzähltempo von Staffel 2 kritisiert hatten.
"House of the Dragon" ist bereits seit Längerem als Vierstaffelprojekt angelegt. HBO-Chef Casey Bloys hatte bestätigt, dass die Geschichte des Hauses Targaryen nach der vierten Staffel abgeschlossen sein soll. Diese Entscheidung stieß bei einem Teil der Fangemeinde auf wenig Begeisterung. Angesichts dieser begrenzten Laufzeit könnte der Entschluss, Staffel 3 mit einem der spektakulärsten Konflikte des Tanz der Drachen zu eröffnen, auch als klares Signal gelesen werden, dass die verbleibenden Folgen keine Zeit für Umwege lassen wollen.





