Freundin hilft: Sam Thompson spricht über Alltag mit ADHS
Reality-TV-Star Sam Thompson (33) hat sich in einem Interview offen über seinen Alltag mit ADHS geäußert und dabei verraten, wie ihn seine Freundin Talitha Balinska dabei unterstützt, im Gespräch präsent zu bleiben. Der 33-Jährige erklärte gegenüber Daily Mail, dass er in Unterhaltungen mit ihr manchmal den Fokus verliere – etwa wenn ein Hund bellt oder eine Sirene draußen zu hören ist. "Ich bin mir sehr bewusst, dass es nicht immer Momente geben wird, in denen man ein Gespräch führt und man, besonders mit meinem Gehirn, vollständig in dieses Gespräch eingetaucht ist", sagte er. Um dem entgegenzuwirken, hat Sam eine sogenannte Drei-Fragen-Regel entwickelt: Selbst wenn er gedanklich abschweift, versucht er mindestens drei Fragen zu stellen, damit sein Gegenüber sich gehört fühlt.
Neben Talitha ist auch sein bester Freund Pete Wicks (37) eine wichtige Stütze für Sam. Die beiden kennen sich seit 2017, hosten gemeinsam den Podcast "Staying Relevant" und verbringen nach eigener Aussage mindestens zweimal pro Woche den ganzen Tag miteinander. Pete habe schon früh verstanden, wer Sam wirklich ist – auch, weil Neurodiversität in Petes eigenem familiären Umfeld eine Rolle spiele. "Pete ist derjenige, der mich am meisten so akzeptiert, wie ich bin – er kann auch immer erkennen, wenn ich mich verstelle", so Sam. Auch in der Kommunikation mit Freunden und Familie habe Offenheit geholfen: Wer klar anspreche, dass er gerade Schwierigkeiten habe, sich zu konzentrieren, ernte deutlich mehr Verständnis.
Anlass für seine Offenheit ist auch sein neues Kinderbuch mit dem Titel "You, Me and ADHD", das er als eine Art Ratgeber für einen jungen Sam beschreibt. Die Idee dazu entstand unter anderem, nachdem ihn bei einer Filmpremiere ein Mädchen umarmt hatte, das ihm gesagt hatte, er habe ihr durch seine Art, über ADHS zu sprechen, das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein. Sam selbst wurde 2023 mit ADHS und Autismus diagnostiziert – in seiner Kindheit wurden seine Auffälligkeiten von seiner Familie zunächst nicht als solche erkannt. Seine Schwester Louise habe sich später unter Tränen bei ihm entschuldigt, dass sie ihn früher für sein Verhalten kritisiert hatte. Das Buch versteht er auch als ein Werk, das er sich selbst für seine Kindheit gewünscht hätte.







