Cate Blanchett kritisiert Machtungleichgewicht in Hollywood
Beim diesjährigen Filmfestival Cannes hat Cate Blanchett (57) klare Worte über die Situation von Frauen in der Filmindustrie gefunden. Die australische Schauspielerin übte dabei deutliche Kritik an der #MeToo-Bewegung und ihren Nachwirkungen. Gegenüber Variety erklärte sie, dass die Bewegung "sehr schnell zum Erliegen gekommen" sei – obwohl sie ein "systematisches Missbrauchsmuster aufgedeckt" habe, "nicht nur in dieser Branche, sondern in allen Branchen". Cate machte dabei auch auf ein anhaltendes Problem aufmerksam: "Ich bin immer noch am Filmset und zähle jeden Tag die Leute durch, und es ist immer noch so: Jeden Morgen sind da 10 Frauen und 75 Männer."
Auch Julianne Moore (65) meldete sich in Cannes zu dem Thema zu Wort. Die Schauspielerin schilderte eigene Erfahrungen aus der Praxis: "Ich erinnere mich an einen Dreh vor nicht allzu langer Zeit, an dem ich und die dritte Kameraassistentin die einzigen Frauen waren." Gleichzeitig räumte sie ein: "Ich habe definitiv eine bessere Repräsentation von Frauen in Filmteams gesehen. Als ich anfing, war es ungewöhnlich, Frauen in einem Team zu sehen." Das Problem betreffe aber "nicht nur die Filmindustrie", sondern sei weltweit zu finden. Cate betonte ihrerseits, dass Menschen mit einer großen Reichweite sich zwar "relativ sicher äußern" könnten, bei der "sogenannten Durchschnittsfrau auf der Straße" das aber anders aussehe.
Cate Blanchett blickt auf eine rund 30-jährige Karriere in der Filmbranche zurück, die sie womöglich bald an den Nagel hängen wird. Sie wirkte unter anderem in den "Herr der Ringe"-Produktionen sowie in "Aviator" und "Ocean's 8" mit. Zuletzt war sie 2025 in der Hauptrolle des Films "Tanz der Titanen" zu sehen. Die Schauspielerin ist seit Jahrzehnten mit dem Theaterregisseur und Drehbuchautor Andrew Upton verheiratet, mit dem sie vier Kinder hat.










