Jasmin Wagner rechnet knallhart mit Bravo-Schlagzeilen ab
Rund 30 Jahre nach ihrer Zeit als Teenie-Ikone "Blümchen" spricht Jasmin Wagner offen über ihre gemischten Erfahrungen mit dem einstigen Jugendmagazin Bravo. In der ARD-Doku-Serie "Bravo – Headlines, Hypes und Herzschmerz" rechnet die 46-jährige Sängerin mit der Berichterstattung der 90er-Jahre ab. Zwar erkennt sie an, dass das Magazin maßgeblich zu ihrem Erfolg beigetragen hat – "Bravo war essenziell für den Erfolg. Ohne hätte niemand wahrgenommen, dass es mich gibt", sagt sie laut blick.ch in der Doku –, doch habe die gute Zusammenarbeit sie "nicht davor geschützt, dass Geschichten veröffentlicht worden sind, die mir nicht gepasst haben, die mich verletzt haben oder die einfach unwahr waren".
Besonders an bestimmten Schlagzeilen über sie als Teenager stört sich Jasmin bis heute. "Es gab wirklich widerliche Formulierungen", erinnert sich die Mutter einer Tochter. Als Beispiel nennt sie den Titel "Blümchens Knospen blühen": "Wie furchtbar. Die würden alle gefeuert werden, wenn sie das heute schreiben würden. Das ist heute 'ne mega Red Flag." Für die damaligen Zustände macht die Sängerin vor allem die Verantwortlichen in der Redaktion verantwortlich: "Das waren halt ältere Herren, die mit uns jungen Menschen unterwegs waren. Denen war halt nix heilig." In der Doku kommen auch andere Stars der damaligen Zeit zu Wort. Angelo Kelly (44) etwa beschreibt sein Verhältnis zu Bravo in ähnlich drastischen Worten und sagt, er habe sich gefühlt "wie 'ne Kuh, die gemolken wurde". Auch Jeanette Biedermann (46) und Oli P. (47) sprechen in der Sendung über ihre Erlebnisse mit dem Magazin.
Das Magazin Bravo erscheint bereits seit 1956 und war in seinen besten Jahren ein echtes Massenphänomen. Zu Hochzeiten wurden bis zu 1,6 Millionen Exemplare pro Woche verkauft – eine Reichweite, von der viele Künstlerinnen und Künstler wie Jasmin direkt profitierten. Heute soll die monatliche Auflage nur noch bei rund 50.000 Exemplaren liegen. Der Rückgang begann bereits in den 2000er-Jahren und setzte sich seitdem kontinuierlich fort.






