

Ausgang? Neue Fotos zeigen Marius Borg Høiby vor Gefängnis
Neue Fotos sorgen für Aufsehen: Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52), wurde außerhalb des Osloer Gefängnisses fotografiert, in dem er sich seit dem 2. Februar in Untersuchungshaft befindet. Die Bilder, die das norwegische Magazin Se og Hør veröffentlichte, zeigen den 29-Jährigen in Begleitung von zwei uniformierten und bewaffneten Polizisten. Es sind die ersten Aufnahmen von Marius, die seit dem Beginn seines Prozesses am 3. Februar öffentlich wurden. Warum er das Gefängnis verlassen durfte und wohin er gebracht wurde, ist nicht bekannt.
Auffällig ist der Zeitpunkt der Ausflugbilder: Sie wurden an demselben Tag aufgenommen, an dem die norwegische Königsfamilie Königin Sonja (88) im Rikshospitalet in Oslo besuchte. Dort wurde sie stationär behandelt. Ob Marius ebenfalls dorthin begleitet wurde, ist jedoch unklar. Sein Prozess läuft seit Anfang Februar und soll insgesamt sieben Wochen dauern. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten für 39 der 40 Anklagepunkte, darunter vier Vergewaltigungen, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung sowie sexuell übergriffige Aufnahmen. Das Urteil wird für den 15. Juni erwartet.
Marius' Verteidiger plädieren für einen Freispruch in den schwersten Anklagepunkten wie Vergewaltigung und Misshandlung. Für die Taten, die der Royalspross bereits eingestanden hat, fordern sie eine Haftstrafe von 18 Monaten. Marius ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung, bevor diese 2001 Kronprinz Haakon (52) heiratete. In Norwegen gilt wie in Deutschland das Verbot, Personen auf dem Weg zu oder von Gerichtsverhandlungen zu fotografieren. Die nun veröffentlichten Aufnahmen entstanden daher offensichtlich nicht in diesem Zusammenhang.





