Ständig nackt? Sydney Sweeney steckt in der Image-Krise
Sydney Sweeney (28) steht derzeit unter erheblichem Druck – und das ausgerechnet nach der letzten Staffel ihrer Erfolgsserie Euphoria. In der finalen Season verkörpert die 28-Jährige ihre Figur Cassie Howard, die eine Karriere als OnlyFans-Model startet und dreht dabei die freizügigsten Szenen ihrer bisherigen Laufbahn: Vollständige Nacktaufnahmen, explizite Sexszenen und bizarre Fetischsequenzen. Fans sprachen teils von einem regelrechten "Demütigungsritual", und nun melden sich auch Branchenexperten zu Wort, die sich fragen, ob die Schauspielerin gerade dabei ist, Nacktheit zu ihrem gesamten Markenzeichen zu machen.
Krisen- und Reputationsexperte Dave Quast äußerte sich gegenüber Fox News zu der Thematik. "Das Risiko besteht darin, dass sich die öffentliche Wahrnehmung stärker auf die sexualisierten Aspekte der Rolle konzentriert als auf die schauspielerische Leistung. Dann kann genau das, was sie mutig erscheinen ließ, ihre Marke einschränken", erklärte er. Für Sydney gehe es laut dem Experten darum, sicherzustellen, dass diese Rollen weiterhin als bewusste Charakterentscheidungen gelesen werden – und nicht als ihr gesamtes Markenprofil. "Euphoria"-Schöpfer Sam Levinson verteidigte sich derweil gegen den Fanprotest und erklärte im Podcast "Popcast" der New York Times, dass Sydney selbst darauf bestanden habe, die Nacktszenen nicht wegzulassen. "Sie hat mich angesehen und gesagt: 'Meinst du das ernst? Ich spiele eine OnlyFans-Modelfigur. Du willst mir sagen, du willst das umgehen?'", zitierte er die Schauspielerin. Sam lobte Sydney als "absolut furchtlose Schauspielerin" und als "wunderbar professionell".
Dass das Thema Sydney so hartnäckig verfolgt, überrascht wenig. Die Schauspielerin selbst hatte in der Vergangenheit immer wieder auf eine Doppelmoral in der Filmbranche hingewiesen: Männer würden für vergleichbare Auftritte gelobt, während Frauen dafür herabgewürdigt würden. Zudem beschrieb sie gegenüber dem Magazin Variety, wie sehr sie der andauernde Körperdiskurs belastet und sie sich "entmenschlicht" fühle. Mit ihrer neu gegründeten Produktionsfirma Honey Trap, die einen Exklusivdeal mit Sony Pictures abgeschlossen hat, will die Schauspielerin nun offenbar die Kontrolle über ihre Karriere und ihr Image stärker selbst in die Hand nehmen. Zu den geplanten Projekten gehören der Film "Barbarella" unter der Regie von Edgar Wright (52) sowie die Fortsetzung von "The Housemaid" mit dem Titel "The Housemaid's Secret".









