Paul Rudd offenbart depressive Momente abseits des Ruhms
Paul Rudd (57) ist für sein sonniges Gemüt und seinen Charme bekannt – doch abseits der Kameras sieht es beim Schauspieler offenbar anders aus. In einem Interview mit The Hollywood Reporter gab der 57-Jährige anlässlich seines neuen Films "Power Ballad" einen ungewohnt persönlichen Einblick in sein Privatleben. Dort macht er deutlich, dass sein öffentliches Auftreten nicht wirklich widerspiegelt, wie er sich innerlich fühlt. "Ich glaube nicht, dass ich komplett so bin, wie die Leute denken. Ich bin nicht einfach nur ein fröhlicher, unbekümmerter Typ", erklärte er. Und dann fügte er hinzu: "Ich kann ziemlich deprimiert werden. Aber wir sind alle mehrdimensional, oder? Wir alle fühlen Dinge tief. Wir alle werden ziemlich traurig über verschiedene Dinge. Wir alle haben diese Momente, in denen man um 3 Uhr nachts aufwacht und der Kopf rattert. Ich spüre das auch. Ich rede darüber nur nie in Interviews."
In "Power Ballad", der jetzt in den Kinos läuft, spielt Paul an der Seite von Nick Jonas (33). Er verkörpert einen Hochzeitssänger namens Rick, der in seiner Karriere nicht dort angekommen ist, wo er als junger Mann einmal hinwollte. Einen Bezug zu dieser Figur sieht der Schauspieler auch in seinem eigenen Leben – denn ursprünglich hatte er sich eine ganz andere Karriere vorgestellt. Schon früh träumte er davon, ein "gefährlicher, grüblerischer, unglaublicher Schauspieler" zu werden, wie er sagte. Als Vorbild nannte er den dreifachen Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis (69). Doch eine Hollywood-Agentin machte ihm früh klar, dass er eher der "All-American-Typ" sei – und kein Edgy-Guy.
Stattdessen wurde Paul durch R-rated-Komödien wie "Anchorman" und "Knocked Up" in den 2000er-Jahren bekannt. Dass Komödien im Vergleich zu ernsteren Filmproduktionen oft als weniger bedeutsam angesehen werden, hat er inzwischen akzeptiert. "Ich habe mich damit schon vor langer Zeit abgefunden", so der Schauspieler gegenüber The Hollywood Reporter. Zu Beginn seiner Karriere hatte er an der American Academy of Dramatic Arts studiert und sich damals ganz dem ernsten Schauspiel verschrieben – dass sein Weg ihn ausgerechnet in die Welt der Komödie führen würde, hätte er damals nicht gedacht.






