Angeblicher Ex-Kinderstar verklagt P. Diddy wegen Missbrauch
Sean "Diddy" Combs (56) sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert: Ein Mann, der anonym als John Doe auftritt und nach eigenen Angaben früher als Kinderdarsteller gearbeitet hat, wirft dem Rapper sexuellen Missbrauch vor. Laut Unterlagen, die TMZ vorliegen, soll sich der Vorfall 2007 auf einer Party in den Hollywood Hills ereignet haben. Dort sei der Kläger nach eigener Darstellung als Minderjähriger zu einem angeblichen Branchen-Event eingeladen worden, um Kontakte zu knüpfen. Diddy habe ihm angeboten, sich abseits des Trubels in einem separaten Raum über mögliche Karrierechancen zu unterhalten – ein Gespräch, das laut dem Mann völlig anders verlaufen sei als erwartet.
Der Klageschrift zufolge soll Diddy in dem abgelegenen Raum zunächst unangemessenen Körperkontakt zu dem damals Minderjährigen gesucht haben, bevor es zu weiteren sexuellen Handlungen gekommen sein soll. Der Kläger gibt an, dem Musiker bereits vor dem mutmaßlichen Übergriff mitgeteilt zu haben, dass ihm die Situation unangenehm sei. Anschließend habe Diddy den Raum verlassen und ihm gesagt, er werde ihn für künftige Möglichkeiten im Hinterkopf behalten. Der Mann habe die Party kurz darauf schockiert verlassen. Neben Diddy werden auch mehrere Agenten verklagt, denen der Kläger eine Verletzung ihrer Fürsorgepflicht vorwirft. Angaben zur Höhe des geforderten Schadensersatzes liegen bislang nicht vor. Diddys Anwälte haben auf eine Anfrage von TMZ bisher nicht reagiert.
Für den Rapstar reiht sich die neue Zivilklage in eine Serie schwerwiegender Vorwürfe ein, die ihn seit geraumer Zeit begleiten. In den vergangenen Monaten wurden in den USA mehrfach straf- und zivilrechtliche Verfahren rund um angebliche sexuelle Übergriffe des Unternehmers bekannt, darunter Anschuldigungen des Promi-Pressesprechers Jonathan Hay wegen vermeintlicher Vorfälle in den Jahren 2020 und 2021. Diddy wurde über Jahrzehnte als einflussreicher Musiker und Produzent wahrgenommen, der sich in der Unterhaltungswelt ein großes Netzwerk aufbaute. Wie die aktuelle Klage ausgeht und ob die neuen Vorwürfe weitere rechtliche Schritte nach sich ziehen, bleibt vorerst offen – die Beteiligten äußern sich derzeit nur über Anwälte und Gerichtsdokumente zu den Entwicklungen.






