War Marius Borg Høibys Kindheit im Palast etwa zu behütet?
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War Marius Borg Høibys Kindheit im Palast etwa zu behütet?

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Marius Borg Høiby (29) kämpft weiter um seine Freiheit – und damit auch um die Nähe zu seiner schwer kranken Mutter Kronprinzessin Mette-Marit (52). In Oslo stand er jetzt erneut vor Gericht und beantragte, aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Unter Tränen schilderte Marius dem Osloer Amtsgericht laut Bild, wie sehr er sich sorge und wie wichtig es für ihn sei, bei seiner Mutter zu sein, die an Lungenfibrose leidet und auf ein Spenderorgan wartet. Vor Gericht sprach Marius auch von Angst und Einsamkeit hinter Gittern und betonte, wie sehr er die Unterstützung von Mette-Marit brauche.

Schon lange gilt er als derjenige im norwegischen Königshaus, der zwischen zwei Welten pendelt: als Bürgerlicher ohne royalen Titel, der aber im Palast aufwuchs und eng an das Leben der Royals gebunden war. Bild beleuchtet nun seine Vergangenheit und beschreibt eine Art "Luxus-Verwahrlosung": Mette-Marit habe ihren Sohn zwar immer schützen wollen und die Presse sogar öffentlich gebeten, ihn in Ruhe zu lassen, doch die Versuche, ihn mit Auslandsaufenthalten in Los Angeles, London oder Mailand auf einen eigenständigen Lebensweg zu bringen, scheiterten offenbar mehrfach. Immer wieder kehrte er ohne Abschluss und ohne gefestigte Perspektive zurück. Hinter den glänzenden Palastfassaden soll es deshalb schon länger gekriselt haben. 2016 sorgte Marius für Aufsehen, als er über das Internet Luxusgeschenke wie einen Louis-Vuitton-Koffer, eine Uhr und ein Bike verkaufte – unter seinem eigenen Namen und mit der Adresse des Osloer Schlosses. Laut Hof handelte es sich damals um einen normalen Vorgang, doch Beobachter sahen darin den Versuch, sich zumindest teilweise selbst zu finanzieren.

Dass seine Rolle im Königshaus von Beginn an sensibel war, deutete schon früh Prinzessin Ragnhild an, die 2001 im norwegischen Fernsehen sagte: "Wenn die beiden ein Kind bekommen, ist Marius nichts mehr. […] Sie werden Probleme bekommen." Mette-Marit versuchte, diese Unterschiede kleinzuhalten – etwa, indem sie ihren Sohn Prinz Sverre Magnus (20) bei der Geburt nicht zur "Königlichen Hoheit" machen ließ und so beide Söhne möglichst gleich behandelte. Dennoch wuchs Marius als Einzelgänger zwischen Bürgerwelt und Krone auf, mit vielen Möglichkeiten, aber offenbar zu wenig festen Strukturen – ein Spannungsfeld, das nun im Licht der aktuellen Haftvorwürfe wieder intensiv diskutiert wird.

Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Getty Images
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Marius Borg Høiby und Mette-Marit von Norwegen
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Marius Borg Høiby und Mette-Marit von Norwegen
Haakon und Mette-Marit mit Marius und Prinzessin Ingrid Alexandra, 2004
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Haakon und Mette-Marit mit Marius und Prinzessin Ingrid Alexandra, 2004
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