"Schlafanzug": Harald Glööckler zerlegt das neue DFB-Trikot

"Schlafanzug": Harald Glööckler zerlegt das neue DFB-Trikot

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min
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Das neue Auswärtstrikot der deutschen Fußballnationalmannschaft, zu sehen auf Fotos, die dem Magazin Focus vorliegen, kommt beim Modeexperten Harald Glööckler (61) überhaupt nicht gut an. Der Designer hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ein vernichtendes Urteil über das dunkelblaue Dress gefällt, das die DFB-Elf bei der WM 2026 in ihrem dritten Gruppenspiel gegen Ecuador tragen wird. "Das spricht mich leider überhaupt gar nicht an", so Harald. Für ihn fehle dem Trikot jeder Bezug zu Deutschland und zum Fußball – und sein abschließendes Fazit fiel dementsprechend hart aus: "Ein wunderbarer Schlafanzug."

Konkret stört ihn vor allem die Farbwahl. "Die Farbe Blau steht normalerweise für Seriosität, wirkt harmonisch und beruhigend, und man bringt sie automatisch mit Meer und Wasser in Verbindung. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo da die Verbindung zu Fußball und Kampfgeist und dem Willen zu siegen sein soll", kritisierte er. Auch die weißen Punkte auf dem Trikot ließen ihn nicht kalt – allerdings im negativen Sinne: "Die sind völlig unnötig und stören das Bild." Deutlich besser kommt bei Harald dagegen das weiße Heimtrikot weg, das er mit den Worten "Edel, klassisch, schlicht" lobte. Auch das aktuelle Aufwärmtrikot des DFB hält er für gelungen: "Es ist eine gute Mischung des Designs zwischen Retro und Moderne." Als positives Gegenbeispiel für ein gelungenes blaues Trikot nannte er das Auswärtsshirt der argentinischen Nationalmannschaft, dessen geschwungene Ornamente zeigten, wie man mit Blautönen gestalterisch interessant arbeiten könne. Auch das klassische blau-weiß gestreifte Heimtrikot Argentiniens sei "ein Volltreffer" – es erinnere sofort an Diego Maradona (†60) und die erfolgreichste Phase des argentinischen Fußballs.

Genau darin sieht Harald, der offen zugab, dass ihn seine Depressionen stets begleiten, auch den Grund für den anhaltenden Retro-Trend in der Modewelt. Designs, die an vergangene Zeiten erinnern, würden den Menschen ein Gefühl von Geborgenheit geben. "Gerade in schwierigeren Zeiten sehnen sich die Menschen nach schönen Momenten und dem Gefühl von Geborgenheit und der Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Dabei hilft die Erinnerung an die guten alten Zeiten", erklärte er der Deutschen Presse-Agentur. Dass Fußballtrikots längst auch abseits des Stadions zum Alltagsoutfit geworden sind, stört ihn dabei nicht: "Dagegen ist nichts einzuwenden. Warum auch nicht? Wenn es ihnen Spaß macht und guttut – etwas, das Menschen guttut, hat noch nie jemandem geschadet."

Harald Glööckler im Jahr 2024
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