Naomi Osaka polarisiert mit "Kill Bill"-Look in Wimbledon
Naomi Osaka (28) sorgt zum Wimbledon-Auftakt für einen echten Fashion-Moment – und einen handfesten Netz-Streit. Die Tennisspielerin betrat den Court im Londoner All England Lawn Tennis Club in einem bodenlangen, komplett weißen Kimono-Gewand, bevor sie sich im Tenniskleid im Match gegen die Französin Elsa Jacquemot bewies. Die Inszenierung erinnert bewusst an den Filmklassiker "Kill Bill" und die Figur O-Ren Ishii, gespielt von Lucy Liu (57). In Interviews mit British Vogue erklärte Naomi, dass sie mit dem Look sowohl Wimbledons strenge Tradition als auch ihre eigene japanische Herkunft feiern wollte – und löste damit eine Flut an Reaktionen in den sozialen Medien aus.
Hinter dem Auftritt steckt ein akribisch geplantes Konzept. Der Look mit dem Titel "Evolving Ceremony" entstand in Zusammenarbeit mit der in Tokio ansässigen Designerin Hana Yagi und Stylist Marty Harper. Das Gewand vereint Elemente traditioneller japanischer Festtagskleidung mit moderner Sportmode: Sieben verschiedene, recycelte Stoffe aus Vintage-Kimonos, einem Shiromuku-Hochzeitskimono und einem Brautkleid wurden zu dem weißen Mantel mit Kranich- und Kirschblütenstickereien verarbeitet, dazu trug Naomi einen Obi-Gürtel und einen klassischen Kanzashi-Haarschmuck. Darunter kam ein maßgeschneidertes weißes Nike-Performancekleid zum Vorschein, das mit 3D-Blüten und Falten an japanische Kirigami-Papierkunst erinnert – eine Version des Outfits war bereits kurz nach Verkaufsstart ausverkauft. Um den Auftritt trotz straffem Zeitplan praktikabel zu machen, ist das Obergewand in neun Segmente mit Klettverschluss unterteilt, damit die Sportlerin es in wenigen Sekunden ablegen kann.
Online wird der spektakuläre Auftritt heiß diskutiert. Nutzer auf X und anderen Plattformen feiern Naomi als Trendsetterin und schwärmen vom "perfekten Crossover aus Tennis, Mode und Film", andere finden deutliche Worte und nennen den Auftritt "lächerlich" oder "respektlos" gegenüber dem Wimbledon-Kodex. Ein User schreibt laut einem Bericht: "Sie ist respektlos gegenüber der Wimbledon-Tradition. Sie sollte aufgefordert werden, sich umzuziehen." Auch ihre kulturelle Bezugnahme sorgt für Diskussionen, einige kritisieren, dass sie nur asiatische Einflüsse aufgreife, andere sehen in dem weißen Kimono eine moderne Hommage an Japan. Naomi selbst betont dagegen ihren persönlichen Zugang: "Ich nutze Mode als Medium für Storytelling. Jeder Walk-out ist eine Gelegenheit, die Menschen in meine kreative Welt zu holen", erklärte sie bei British Vogue und verriet, dass sie die Designerin aus eigenem Antrieb kontaktiert hatte, weil sie "extravagante Outfits" liebe – ganz unabhängig von Sponsorenverträgen.














