Christopher Nolan verteidigt "Die Odyssee" gegen Vorwürfe

Christopher Nolan verteidigt "Die Odyssee" gegen Vorwürfe

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min
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Christopher Nolan (55) hat sich zu einer der größten Kontroversen rund um seinen kommenden Film "Die Odyssee" geäußert. In den Trailern zu dem Historienfilm, der auf Homers altgriechischem Epos basiert, fiel auf, dass die Figuren modernes Englisch sprechen – überwiegend mit amerikanischem Akzent. Besonders die Verwendung des Wortes "dad" (zu Deutsch: Vater) sorgte in sozialen Medien für hitzige Debatten darüber, wie zeitgemäß eine Verfilmung des antiken Stoffes sein sollte. Gegenüber der Los Angeles Times erklärte der Regisseur nun seine Beweggründe für diese Entscheidung. Als Drehbuchautor habe Christopher bei der Sprache bewusst auf eine emotionale statt eine intellektuelle Wirkung gesetzt: "Vielleicht war ich naiv, vielleicht fällt mir das noch auf die Füße, aber ich wollte eine bodenständige Erzählung. Für mich war das eine völlig naheliegende Entscheidung."

Dasselbe Prinzip habe auch bei der Besetzung gegolten: Da die Figuren "mythologische Gestalten, in gewisser Weise ikonisch" seien, habe er "die bestmögliche Gruppe von Schauspielenden" verpflichten wollen. Zum Ensemble zählen unter anderem Matt Damon (55), Anne Hathaway (43), Tom Holland (30), Zendaya (29), Charlize Theron (50), Robert Pattinson (40), Lupita Nyong'o (43) und Jon Bernthal (49). Vertraute Gesichter sollten dem heutigen Publikum den Zugang zur Geschichte erleichtern. Doch die Sprache war nicht die einzige kreative Entscheidung, die eine Diskussion auslöste: Auch das Design der Rüstungen, das manche an Batmans moderneren Anzug erinnerte, und die Besetzung von Rapper Travis Scott (35) als Barden sorgten für Gesprächsstoff. Letzteren habe er besetzt, so Christopher gegenüber dem Time Magazine, "weil ich auf die Idee anspielen wollte, dass diese Geschichte als mündlich überlieferte Dichtung weitergegeben wurde, was mit Rap vergleichbar ist."

"Die Odyssee" startet am 17. Juli in den Kinos, in Deutschland schon einen Tag früher. Filmkritiker, die das Werk bereits gesehen haben, durften ihre ersten Eindrücke in den sozialen Medien teilen – und fanden dabei äußerst positive Worte. Wie filmstarts.de berichtet, sollen Kritiker sich mit Superlativen überbieten: Erik Davis bezeichnet "Die Odyssee" als "absoluten Triumph und eine krönende Leistung eines der größten Filmemacher unserer Zeit". Ob die Debatten im Vorfeld dem Film von Christopher, der seinen internationalen Durchbruch als Regisseur mit dem Thriller "Memento" bereits im Jahr 2000 feierte, wirklich schaden werden, dürfte sich also spätestens an den Kinokassen zeigen.

Matt Damon als Odysseus in "Die Odyssee"
Universal Pictures
Matt Damon als Odysseus in "Die Odyssee"
Christopher Nolan, Regisseur
Getty Images
Christopher Nolan, Regisseur
Stars bei der Weltpremiere von "The Odyssey" im Odeon Luxe Leicester Square in London
Getty Images
Stars bei der Weltpremiere von "The Odyssey" im Odeon Luxe Leicester Square in London
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